Unsere Englischschülerinnen Theary und Theara

Als Sozia auf dem Motorrad fuhr ich bei meinem Kambodscha-Besuch im März zusammen mit meinem langjährigen Bekannten Kearith, den ich als Fotografen angeheuert hatte, die 30 km von Sihanoukville nach Steng Hau, um die beiden Gespräche mit Theary und Theara, die ich Euch in einem vorigen Blogeintrag ja bereits angekündigt hatte, zu führen.

Auf Keariths Motorrad in Steng Hau angekommen.

Auf Keariths Motorrad in Steng Hau angekommen.

Zum Glück ist die Straße nach Steng Hau inzwischen fast durchgehend geteert. Das war bis vor einigen Jahren noch nicht so – damals war die Straße in der Regenzeit eine Schlamm- und in der Trockenzeit eine Staubwüste. Nun gibt es zwar noch bzw. schon wieder viele Schlaglöcher, aber insgesamt ist die Fahrt sehr viel leichter zu bewältigen.

Die Straße nach Steng Hau im Juli 2006

Die Straße nach Steng Hau im Juli 2006

Doch nun zu Theary. Theary ist mit 16 Jahren das älteste von drei Mädchen. Ihre Schwestern sind 7 und 6 Jahre alt. Sie lebt mit ihren Eltern gleich gegenüber von unserer Bildungshütte.

Im Gespräch mit Theary

Im Gespräch mit Theary

Theary mit ihren Eltern und der Großmutter vor dem Haus der Familie.

Theary mit ihren Eltern und der Großmutter vor dem Haus der Familie. Der Vater hat sich extra für das Foto ein Hemd angezogen, was ich sehr schade fand, denn ich hätte gern seine zahlreichen Tätowierungen auf der Brust mit auf dem Foto gehabt.

Thearys Vater ist Fischer, die Mutter arbeitet am Bootssteg als Krabbenpulerin. Sonntags sitzt auch Theary von 3 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags am Steg und pult Krabben und Krebse. Dafür bekommt sie insgesamt umgerechnet 7,50 Euro.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen

Stundenlang sitzen sie auf dem unbequemen Boden

Auf dem Bootssteg werden die Schalen der Krabben und Krebse zum Trocknen ausgelegt und später an Hühner verfüttert.

Auf dem Bootssteg werden die Schalen der Krabben und Krebse zum Trocknen ausgelegt und später an Hühner verfüttert.

Als es vor der Küste Steng Haus noch viele Fische gab, konnten Fischer wie Thearys Vater, die auf einem Kutter anheuern, recht gut verdienen. Doch inzwischen ist das Meer vor Steng Hau komplett überfischt, so dass für die Fischer nur ein magerer Fang möglich und dementsprechend wenig zu verdienen ist. Außerdem ist das Fischen in den doch recht kleinen Booten ein gefährlicher Job, und fast niemand von den Fischern kann schwimmen.

Fast niemand von den Fischern kann schwimmen

Fast niemand von den Fischern kann schwimmen

Theary geht in die 10. Klasse der High School in Steng Hau. Neben Englisch hat sie an den Computerkursen in der Bildungshütte teilgenommen und den Kurs in Word und Excel erfolgreich abgeschlossen. Sie möchte einmal Ärztin werden.

Theary zeigt stolz ihr Computer-Zertifikat

Theary zeigt stolz ihr Computer-Zertifikat

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Da unser Projekt unter der Schirmherrschaft von M’lop Tapang steht und M’lop Tapang im Gegensatz zu uns in Kambodscha registriert ist, werden die Zertifikate auch von M’lop Tapang ausgestellt

Als nächstes ging es durch die großenteils unbefestigten Feldwegen gleichenden Straßen Steng Haus zu unserem nächsten Gespräch. Bis alle Weg in Steng Hau befestigt oder sogar asphaltiert sind, wird es wohl noch eine Weile dauern.

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Theara ist 15 Jahre alt und das jüngste von 5 Kindern. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, denn ihr Vater ist vor zwei Jahren gestorben. Ihre älteren Geschwister arbeiten in einer Fabrik in Thailand, von wo aus sie Geld nach Hause senden, um die Mutter und Theara zu unterstützen und Thearas Schulausbildung zu finanzieren. Auch sie geht in die 10. Klasse. Sie möchte einmal Krankenschwester werden.

Im Gespräch mit Theara

Theara in ihrer Schuluniform der High School – ab einem gewissen Alter gehört für Mädchen ein langer Rock zur Schuluniform, so wie für Jungen eine lange Hose statt einer kurzen dazu gehört.

Auch Theara hat die Computerkurse in unserer Bildungshütte besucht.

Auch Theara hat die Computerkurse in unserer Bildungshütte besucht.

Vor dem Haus, in dem Theara mit ihrer Mutter wohnt

Vor dem Haus, in dem Theara mit ihrer Mutter wohnt

Bitte unterstützt unsere Arbeit weiterhin mit Euren Spenden, damit wir Theary, Theara und den anderen Kindern in Steng Hau helfen können, ihre Träume zu verwirklichen! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von

“Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, IBAN: DE14 2007 0024 0744 1819 00, BIC: DEUTDEDBHAM.

Spenden sind von der Steuer absetzbar.

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Mitarbeitertraining: Critical Thinking

Eigentlich sollte mein nächster Blogeintrag über die Gespräche mit unseren Englischschülerinnen Theary und Theara sein, doch da gerade vor ein paar Tagen, am 2. und 3. September, ein Mitarbeitertraining stattfand, berichte ich zunächst darüber.

Trainer Sokchea hat schon mehrere Persönlichkeitstrainings für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Hier im großen Trainingsraum von M'lop Tapang.

Trainer Sokchea hat schon mehrere Persönlichkeitstrainings für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Diesmal hat das Training im großen Trainingsraum von M’lop Tapang stattgefunden.

Das Thema dieses Trainings war „Critical Thinking Skills“, also „Die Fähigkeit zum kritischen Denken“. In Vorträgen, Präsentationen, Diskussionen und Gruppenübungen wurden Themen wie „Logik und kritisches Denken“, „Standards des kritischen Denkens“, „Vorteile des kritischen Denkens“ sowie „Hindernisse, kritisch zu denken“ erarbeitet.

Trainer Sokchea spricht über "Critical Thinking"

Trainer Sokchea spricht über „Critical Thinking“

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Unsere Mitarbeiter Ron, Serei Kot, Sopheap, Pnao Bol (linke Reihe) und Khem Sokha (vorne rechts) sind konzentriert bei der Sache

Es wird diskutiert...

Es wird diskutiert…

Es werden Ideen gesammelt...

Ideen werden gesammelt…

und Präsentationen vorbereitet.

… und Präsentationen vorbereitet.

Englischlehrer Kem Sokha hält eine Präsentation

Englischlehrer Kem Sokha hält eine Präsentation

Englischlehrer Pnao Bol bei seiner Präsentation

Englischlehrer Pnao Bol bei seiner Präsentation

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit

Um eine größere Gedankenvielfalt und den Austausch zwischen Organisationen zu fördern, hatten wir Mitarbeiter von M’lop Tapang, dem Goodwill Center (meinem früheren Wirkungskreis) und Starfish gegen eine kleine Beteiligung an den Kosten ebenfalls zu dem Training eingeladen.

Eine Gruppenübung, die viel Spaß zu machen scheint.

Eine Gruppenübung, die viel Spaß zu machen scheint.

Sarin, der Direktor von M’lop Tapang, wo das Training stattfand und unter deren Schirmherrschaft unser Steng-Hau-Projekt ja bereits seit Anbeginn steht, berichtete als Gastredner darüber, wie ihm kritisches Denken geholfen hat, der zu werden, der er jetzt ist. Sarin war ein einfacher Fischerjunge, bis ihm durch eine Winde die linke Hand abgerissen wurde. Zunächst verdiente er sich ein wenig Geld in dem damals einzigen Supermarkt in Sihanoukville, indem er dort die Regale einräumte. Das ein paar Meter weiter gelegene Starfish Cafe beschäftigt auch heute noch Menschen mit körperlichen Behinderungen. So bewarb Sarin sich dort – es muss ca. im Jahr 2000 gewesen sein. Als 2003 die Kinderschutzorganisation M’lop Tapang aus Starfish hervorging, war Sarin mit dabei. Heute ist M’lop Tapang eine Organisation von 200 Mitarbeitern, die sich um Tausende Kinder aus den ärmsten Familien Sihanoukvilles kümmert. Sarins Geschichte war Inspiration für alle.

Sarin bei der Überreichung des Zertifikats an die als Kind an Polio erkrankte Miss Meng vom Starfish Cafe, die auch am Training teilnahm.

Sarin bei der Überreichung des Teilnahmezertifikats an die als Kind an Polio erkrankte Miss Meng vom Starfish Cafe.

Selbstverständlich erhielten zum Schluss alle Teilnehmer ein Zertifikat. Ich bin mir sicher, dass viele dieser Zertifikate jetzt voll stolz zu Hause an der Wand hängen!

Neun unserer elf Mitarbeiter mit ihren Zertifikaten.

Neun unserer elf Mitarbeiter mit ihren Zertifikaten. 3. und 4. von links Sarin und Trainer Sokchea

Alle Teilnehmer zeigen stolz ihre Zertifikate.

Alle Teilnehmer zeigen stolz ihre Zertifikate.

Wir freuen uns, dass wir mit dem von uns angebotenen und von Ihren Spenden ermöglichten Training so vielen Teilnehmern neues und interessantes Wissen für ihre weitere Arbeit in ihren jeweiligen Organisationen mit auf den Weg geben konnten! Ein großer Dank geht an M’lop Tapang für die Bereitstellung des Trainingsraumes sowie natürlich ganz besonders an den engagierten Trainer Sokchea!

Spenden für die Unterstützung unserer Arbeit können auf das Konto von

“Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, IBAN: DE14 2007 0024 0744 1819 00, BIC: DEUTDEDBHAM, überwiesen werden.

Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Darf ich vorstellen: Samnang, Theary und Theara aus unseren Englischklassen

Bei meinem diesjährigen Besuch in Steng Hau hatte ich die Gelegenheit, Samnang, Theary und Theara, drei unserer Englischschülerinnen und -schüler, bei sich zu Hause zu besuchen und mich mit ihnen über ihr Leben und ihre Zukunftspläne zu unterhalten.

Samnang

Samnang

Theary

Theary

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Theara

Das erste Gespräch führte ich mit Nath Samnang. Samnang (Nath ist der Familienname, und der steht, anders als bei uns, VOR dem persönlichen Namen) hatte ich bereits 2011 kennen gelernt. Damals wollte ich eigentlich etwas über die Qualität des Unterrichts erfahren und hatte ihn zu dem Zweck besucht. Leider hatte man dem armen Jungen meinen Besuch wohl nur mit dem Worten angekündigt, dass die fremde Ausländerin einmal mit ihm sprechen möchte, so dass er befürchtete, etwas Schreckliches ausgefressen zu haben und nun von mir nach eingehender Befragung vom Unterricht ausgeschlossen zu werden. Er saß wie ein kleines Häuflein Elend vor mir, zitternd und schlotternd vor Angst, und ich hatte keine Ahnung, dass er vor MIR solche Angst hatte! Erst gegen Ende des Gesprächs fragte ich nach und erfuhr es – es tut mir heute noch leid, dass ich ihn damals in diese Situation gebracht habe!

Samnang bei unserem ersten Gespräch 2011

Samnang bei unserem ersten Gespräch 2011

Doch zum Glück ist Samnang inzwischen natürlich älter und verständiger geworden, und außerdem hatte ich ihm extra ausrichten lassen, dass ich mich einfach für seinen Werdegang interessiere, so dass er diesmal zwar noch sehr schüchtern war, aber keine Angst hatte.

Immer noch ein bisschen schüchtern - Samnang während des Gesprächs mit mir

Immer noch ein bisschen schüchtern – Samnang während des Gesprächs mit mir

Samnang hatte 2011 nur für drei oder vier Monate den Englischunterricht besucht und ist jetzt erst seit kurzem wieder dabei. Sein Englisch ist also noch nicht sehr gut, so dass Thet während des Gesprächs übersetzt hat. Ich erfuhr, dass Samnang in die 4. Klasse der öffentlichen Schule geht und abends die Englischklasse unseres Lehrers Tieng Sophap besucht. 

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Neugierige haben sich sofort um uns versammelt – es kommen nicht oft Ausländer nach Steng Hau

Wie alt Samnang genau ist, konnte ich nicht herausfinden – das ist in Kambodscha immer eine etwas schwierige Sache, denn man zählt anders als bei uns, und vor allem weiß fast keiner, in welchem Jahr nach unserer Zählung er geboren wurde. Man weiß nur das chinesische Sternzeichen. Nun, Samnang ist eine Ziege, und zum Glück ist es ja leicht, über das Internet herauszufinden, wann es Jahre der Ziege gab. Das für Samnang in Frage kommende Jahr der Ziege dauerte von Februar 2003 bis Januar 2004. Er ist also 11 oder 12 Jahre alt.

Samnang ist diesmal schon viel selbstbewusster

Schräg hinter Samnang im geblümten Shirt seine Großmutter

Weiter erfuhr ich von Samnang, dass, wie bei so vielen Kindern in Kambodscha, auch bei ihm die Familiensituation nicht einfach ist. Er lebt bei seiner Großmutter im Haus des vor zehn Jahren verstorbenen Großvaters. Seine Mutter lebt irgendwo zusammen mit zwei jüngeren Söhnen, keiner scheint so richtig zu wissen, wo sie lebt. Ab und zu, zum Beispiel zu Khmer Neujahr im April, kommt sie zu Besuch. Samnangs Vater lebt im Norden des Landes in Battambang als Landarbeiter. Auch ihn sieht Samnang nur einmal im Jahr. Samnang hat Glück, im Moment muss er nur zu Hause beim Kochen und Putzen helfen. Er hat jedoch auch schon zeitweilig in einem der vielen Steinbrüche Kambodschas gearbeitet und dort Steine geschleppt. Er möchte einmal Lehrer werden.

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Über die Gespräche mit Theary und Theara werde ich in einem nächsten Post berichten!

Wir bedanken uns für alle bisherigen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung unseres Projekts! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von

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Besuch in Steng Hau im März 2015

Auch in diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, im März nach Kambodscha zu reisen und unser Projekt in Steng Hau zu besuchen. Ich hatte einen jungen Kambodschaner, Kearith, darum gebeten, mich nach Steng Hau zu begleiten und dort Fotos zu machen, so dass ich mich besser auf die Gespräche mit unseren Mitarbeitern konzentrieren konnte. Kearith fühlte sich in unserer Bildungshütte sofort wohl und ließ sich auch gleich mit den Kindern ablichten – alle Kambodschaner lassen sich liebend gern fotografieren, wobei das Victory-Zeichen nie fehlen darf.

Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt.

Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt…

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… während sie bei mir zurückhaltender sind.

Die Kinder versammelten sich bei unserer Ankunft sofort im Unterrichtsraum, wo ich ihnen in einer kleinen Ansprache ans Herz legte, weiterhin regelmäßig in die Bildungshütte zu kommen und fleißig zu lernen, was die Kinder auch eifrig versprachen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr die Kinder lernen wollen!

Ab geht’s in den Unterrichtsraum

Eine kleine Ansprache an die Kinder – Thet übersetzt

Thet versteht es in seiner ruhigen Art, die Kinder zu fesseln.

Die Kinder hören gebannt zu

Die Kinder hören gebannt zu

Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.

Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.

Unsere Bildungskurse werden weiterhin sehr gut angenommen. Neben den Englischklassen findet regelmäßig Brückenunterricht in Khmer für diejenigen Kinder statt, die erst wieder Anschluss an den Unterricht in der öffentlichen Schule finden müssen. Der Computerunterricht wird mittlerweile in zwei Schichten täglich durchgeführt, da so viele Kinder daran Interesse haben. Zudem gehören Gespräche unserer Lehrkräfte und Sozialarbeiterinnen mit den Familien von Steng Hau zum regelmäßigen Programm.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha findet außerhalb unserer Bildungshütte im Ortsteil Otres statt

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Computerunterricht - der Raum ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen

Computerunterricht – dieser Raum der Bildungshütte ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen

Ganz besonders reges Treiben herrschte während meines Besuchs auf unserem Spielplatz. Dieser ist wirklich schön geworden und in Steng Hau einmalig. Schaukeln und Wippen sind überall in Kambodscha bekannt, aber ein Klettergerüst wie das unsere ist schon etwas ganz Besonderes.

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Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

 

Doch auch ganz einfache Spielgeräte wie der Stamm einer gefällten Palme zum Balancieren oder aufeinander gestapelte Autoreifen werden von den Kindern mit Freude angenommen.

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Ein Turm aus Autoreifen…

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… und rechts die beiden Palmenstämme zum Balancieren

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Mit alten Autoreifen kann man viel machen...

Mit alten Autoreifen kann man äußerst kreativ sein…

Leider haben wir momentan keine Rutsche mehr, denn die alte war so verrostet, dass akute Einsturzgefahr bestand. Nicht nur für eine neue Rutsche sind Eure großzügigen Spenden herzlich willkommen!

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Der Pfosten steht nicht mehr auf dem unteren Teil, sondern ist komplett durchgerostet und zur Seite gerutscht

Vor kurzem konnte auf dem Gelände der Bildungshütte auch endlich ein neu geschaffenes Logo unseres Vereins angebracht werden – auf Englisch und Khmer. So erfahren die Dorfbewohner und internationalen Besucher des Geländes, dass unser Verein diese Hilfe leistet. Da es in Kambodscha keine einheitliche Umschrift des Khmer gibt, wird Steng Hau immer wieder unterschiedlich geschrieben. Ich hatte mich für eine Schreibweise entschieden, die für Deutsche am nächsten an die tatsächliche Aussprache heran kommt.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M'lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M’lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Natürlich hatten wir auch eine Besprechung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bis auf zwei alle erschienen waren. Es sind einige neue dabei – unser früherer Projektmanager Chan Sophal, der hauptberuflich Lehrer an der öffentlichen Schule war, und unsere frühere Sozialarbeiterin Chanthy sind, wie so viele Erwachsene der Region, als Fabrikarbeiter nach Korea bzw. Thailand gegangen. Es ist für Kambodscha ein großes Problem, dass qualifizierte Kräfte das Land verlassen. Und auch für diejenigen, die ins Ausland gehen, ist es nicht leicht. Sie waren in der Heimat als Lehrer oder Sozialarbeiter bei allen anerkannt, als Fabrikarbeiter dagegen machen sie die Arbeit, die sonst niemand machen möchte. Und sie vermissen natürlich ihre Familien.

Gespräche vor dem Meeting

Gespräche vor dem Meeting

Rechts Thet, der Initiator und Manage des Projekts

Rechts Thet, der Initiator und Manager des Projekts, links zwei der neuen Mitarbeiter

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Die Mitarbeiter probieren ihre neuen Sonnenbrillen

Jeder probiert und inspiziert seine neue Sonnenbrille

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Wir bedanken uns für alle bisherigen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung unseres Projekts! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von

“Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, IBAN: DE14 2007 0024 0744 1819 00, BIC: DEUTDEDBHAM.

Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

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Bis zum nächsten Mal!

Computer- und Kleiderspenden aus Belgien

Im August wurde unser Projekt in Steng Hau durch Sachspenden reich beschenkt: Jan, Christel, Linda und Hendrik von „A heart for Cambodia“ in Belgien hatten es geschafft einen ganzen Container voll mit Computern, Kleidung und Schulmöbeln nach Sihanoukville zu schiffen und – gegen einen nicht zu geringen Obulus in Form eines erheblichen Anteils der verschifften Waren – auch durch den Zoll zu bekommen. Auf diese Weise erhielten wir in Steng Hau 10 zwar gebrauchte, aber tip top hergerichtete Computer, bergeweise Kleidung, die an die Kinder verteilt wurde, sowie Schulbänke und –tische. Vielen herzlichen Dank nach Belgien! Nun müssen wir uns in naher Zukunft keine Gedanken darüber machen, dass womöglich der ein oder andere neue Computer angeschafft werden muss, was unser Budget sehr belasten würde.

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Unsere Mitarbeiter kurz vor dem Verteilen der Kleidung

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Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Besucht gern auch meinen Reiseblog: http://kambodschaimpressionen.wordpress.com/

Ein Dankesbrief aus Kambodscha an alle unsere Spender

Vor kurzem bekam ich in Vertretung für alle Freunde und Spender unseres Projekts diesen wunderschönen Brief aus Kambodscha, den ich Euch auf diesem Wege zeigen möchte. Zwar ist der Brief an mich gerichtet, aber natürlich kennen die Kambodschaner auch nur mich. Würden sie Euch kennen, hätten sie den Brief mit Sicherheit an Euch alle gerichtet. Auf jeden Fall sind alle gemeint, die das Projekt unterstützen.Thank you letter_Sabine

Hier die deutsche Übersetzung des Briefes:

Liebe Sabine,

im Namen der Kinder und Familien aus dem Distrikt Steng Hau bedanken wir uns bei Euch für Eure langjährige Großzügigkeit und Unterstützung, insbesondere dafür, dass Ihr die Patenschaft für das Steng-Hau-Projekt übernommen habt. Durch Eure Unterstützung konnten wir unsere Englisch-, Computer- und Khmer Sprachklassen kontinuierlich ausbauen und verbessern.

Im Moment bekommen mehr als 200 Kinder von uns Unterricht in Englisch, Computer und Khmer. All diese Kinder kommen aus sehr armen Familien und hätten andernfalls nur äußerst geringe Chancen auf eine gute Ausbildung. Das Projekt, das von Euch unterstützt wird, ist so wichtig, weil all diese Kinder dadurch lernen, mit einem Computer umzugehen und die englische Sprache zu lesen, zu schreiben und zu sprechen, so dass sie hoffentlich später eine gute Arbeit finden werden.

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Im Namen der Kinder und Mitarbeiter in Steng Hau noch einmal ganz herzlichen Dank für all Eure Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, vielen kambodschanischen Kindern dabei zu helfen, ihre Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen. Wir sind sehr, sehr dankbar für diese Unterstützung und hoffen, auch in Zukunft so gut zusammenzuarbeiten.

Ganz herzliche Grüße

Prom Thet

Projektkoordinator

Wir hoffen also weiterhin auf Eure Unterstützung! Bitte spendet zahlreich auf folgendes Konto:

„Zukunft für Steng Hau e.V.“, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, Deutsche Bank. IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM.

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

http://zukunft-stenghau.org/

Besuch in Steng Hau am 08. März 2014

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Begrüßung auf dem Gelände der Bildungshütte

Bei meinen diesjährigen Besuchen in unserer Bildungshütte und in unseren über den ganzen Distrikt Steng Hau verteilten Englischklassen konnte ich mich einmal mehr davon überzeugen, dass unsere Mitarbeiter hervorragende Arbeit leisten und wir auf unser Projekt wirklich stolz sein können. Das ist nicht zuletzt das Verdienst unseres Projektleiters Thet.

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Thet auf dem von uns gepachteten Stück Land

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Unsere Mitarbeiter

Das Stück Land, auf dem unsere Bildungshütte steht, ist liebevoll gepflegt. Unsere Mitarbeiter haben mit vielen Pflanzen und Blumen ein richtiges kleines Paradies aus diesem ehemals eher einem Tümpel gleichenden Grundstück gemacht. Sogar so etwas wie Gras wächst jetzt auf dem Spielplatz! Das liegt daran, dass ich vor einigen Jahren einmal unseren Nachtwächter ganz entsetzt davon abhielt, jedes Pflänzchen, das sich vorsichtig durch den sandigen Boden gebohrt hatte, in meiner Meinung nach falsch verstandener Ordnungs- und Sauberkeitsliebe heraus zu reißen. Ja, leider wird in Kambodscha jedes Stück Natur, das noch vorhanden ist, als „noch nicht entwickelt“ angesehen. Oft sind die Böden vollständig von jedem Bewuchs befreit, so dass nur noch Staub (in der Trockenzeit) und Matsch (in der Regenzeit) übrig sind. Doch zum Glück verstanden unsere Mitarbeiter meinen Aufschrei und setzten die Botschaft gleich um.

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Auch die inzwischen drei Räume, die wir haben (Klassenraum, Computerraum und Bibliothek) sind liebevoll geschmückt und gepflegt.

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Die älteren Kinder aus den Englischklassen kommen regelmäßig, um dabei zu helfen, das Gundstück sauber zu halten.

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Die jüngeren Kinder kommen sichtlich gern zum Spielen:

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Dank des Einsatzes von Freunden, die wiederum ihre Freunde um Kinderspielzeug für Steng Hau gebeten hatten, war mein wirklich riesiger Koffer auf meinem Hinflug zu 80% voll mit Stofftieren. Die Kinder waren begeistert! Ein großer Dank geht an die Kinder in Deutschland, die sich von ihren Stofftieren trennen konnten!

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Damit nichts verloren geht, werden von den Mitarbeitern am Schluss alle Spielsachen wieder eingesammelt und sorgfältig im Schrank verstaut.

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Natürlich ist der Betrieb der Bildungshütte und der Englisch- und Computerklassen mit einigen Kosten verbunden, weshalb ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich darum bitte, dass die Spendengelder weiterhin fließen mögen! Nur durch Eure / Ihre Spendenbereitschaft ist es möglich, dass unsere Arbeit in gewohnter Qualität weitergeht. Spenden können auf das Konto von „Zukunft für Steng Hau e.V.“ bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM, überwiesen werden.

Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Die oberen drei Fotos zeigen nur einige Beispiele von Dingen, für die dringend in naher Zukunft Geld benötigt wird. Doch auch die laufenden Kosten wie Gehälter, Pacht für das Grundstück, Strom und Wasser wollen gedeckt sein. Außerdem wünschen sich die Kinder neue Bücher für die Bibliothek und eine neue Wippe, die Computerschüler hätten gern einen Internetanschluss, und die Mitarbeiter würden sich über einen Drucker freuen.

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Wir bedanken uns bei allen bisherigen und zukünftigen Spendern!

My name is Chenda, what’s your name?

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Brieffreundschaften mit Kindern aus Hamburg

Im Januar hatte ich unser Steng-Hau-Projekt meiner Nichte Fiona und ihren Klassenkameraden der Klasse 6b am Corvey-Gymnasium vorgestellt. Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt und hatten spontan den Wunsch, einen Briefkontakt mit den Kindern in Steng Hau herzustellen. Da traf es sich natürlich gut, dass ich einige Wochen später nach Kambodscha reiste und die tollen Briefe der deutschen Kinder an die Kinder in Kambodscha mitnehmen konnte.

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Stolz zeigen die Kinder in Steng Hau ihre Briefe aus Deutschland

Die deutschen Kinder hatten sich viel Mühe gegeben, ihre Briefe liebevoll mit Zeichnungen und Fotos zu gestalten und ihr Leben in Deutschland auf Englisch zu beschreiben. Wie Ihr auf den Fotos seht, haben sich die kambodschanischen Kinder riesig über die Briefe aus Deutschland gefreut, und sie gaben sich entsprechende Mühe mit ihren Antworten. Mir kamen beinahe die Tränen, so überwältigt war ich, als ich bei meinem zweiten Besuch in Steng Hau den Stapel mit den Antwortbriefen erhielt!

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Die Briefe der Kinder aus Steng Hau sind wunderschön geworden

Nicht nur waren die Briefe liebevoll gestaltet – auch das Englisch der Kinder ist bemerkenswert gut. So schreibt z.B. Vina: „Hello Fiona. My name is Vina. I am 13 years old. I study in grade 8. I study good at math. Usually I go to school at 6:40. I live in Tomnobrolok commune, Steng Hau district, Sihanouk province. I have four dogs. I have two brothers and one sister. In my free time I like watching television and listening to music. I like the colours white and green. I don’t like swimming and singing. At weekends I like to read comics. See you soon. From me, Vina“

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Vinas Brief

Einige der Kinder konnten sogar frei vortragen, was sie in ihren Briefen geschrieben hatten. Ich war schwer beeindruckt und kann nur einmal mehr sagen, unsere Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit, und wir können stolz sein.

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Dabei ist es für Lehrer und Schüler oft schwer, sich auf den Unterricht zu konzentrieren, denn der Platz unter den traditionellen Stelzenhäusern, wo die meisten unserer Englischklassen stattfinden, ist weder optisch noch akustisch in irgend einer Form nach außen isoliert. Neugierige säumen den Platz, es wird gescherzt und gestritten, man kann alles mithören oder -sehen. Außerdem wird es in Kambodscha das ganze Jahr über schon um kurz nach 18 Uhr dunkel, und die Beleuchtung ist spärlich, auch in den Unterrichtsräumen. Insofern ist es ganz besonders anerkennenswert, dass unter diesen erschwerten Bedingungen so guter Unterricht stattfindet.

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Der Unterricht findet im offenen Raum unter einem Stelzenhaus statt

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Um kurz nach 18 Uhr wird es das ganze Jahr über dunkel. Die Beleuchtung während des Unterrichts ist spärlich.

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Auch diese Kühe schauen beim Unterricht zu.

Deshalb an dieser Stelle noch einmal die Bitte an Euch alle: Unterstützt unsere Arbeit in Steng Hau weiterhin mit Euren Spenden! Spenden können überwiesen werden auf das Konto von „Zukunft für Steng Hau e.V.“, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, Deutsche Bank. IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar!

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Ein herzlicher Dank geht an Trevor Smith aus Australien, der mich mit seiner Partnerin Toni nach Steng Hau begleitet und fast alle Fotos dieses Eintrags gemacht hat. Wer weitere fantastische Fotos aus Kambodscha, aber auch von Flora und Fauna in Australien sehen möchte, kann hier schauen: http://trevors.smugmug.com/

Mitarbeiterausflug nach Bokor Bountain

Als Anerkennung für die wundervolle Arbeit unserer Mitarbeiter wurde von unserem Projektleiter Thet und mir ein gemeinsamer Ausflug zum bekannten und beliebten Ausflugsziel Bokor Mountain beschlossen. Die meisten der Mitarbeiter waren noch nie dort. Überhaupt ist es nicht besonders üblich in Kambodscha, Ausflüge zu unternehmen. Dazu fehlt meistens das Geld.

 

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Bokor Mountain hat dadurch eine gewisse Berühmtheit erlangt, dass die Franzosen vor nunmehr fast 100 Jahren dort eine kleine Stadt mitsamt Kirche und dem Bokor Palace Hotel & Casino gebaut haben, um an freien Tagen der Hitze und der Hektik Phnom Penhs entfliehen zu können. Nachdem die Franzosen in den 70er Jahren Kambodscha verlassen hatten, wurde Bokor Hill Station zu einer Art Geisterstadt. Inzwischen gibt es wieder eine gut ausgebaute Straße dorthin sowie ein neues Casino, und Bokor ist zu einem beliebten Ausflugsziel für westliche und einheimische Touristen geworden. (http://en.wikipedia.org/wiki/Bokor_Hill_Station)

Das alte Casino

Das alte Casino

und das neue

und das neue

Also mieteten wir einen Minibus, und los ging die Fahrt am Sonntag morgen. Eigentlich wollten unsere Mitarbeiter um 6 Uhr in Steng Hau losfahren und mich um 7 abholen – nicht gerade meine Zeit, aber es macht ja Sinn, der Hitze ein wenig zuvor zu kommen, und so ergab ich mich in mein Schicksal. Doch leider ging es nicht so ganz reibungslos, alle mit Sack und Pack und Kind und Kegel um 6 Uhr im Bus zu haben – denn für mich unerwarteterweise tauchten sie mit Kind und Kegel auf, aber eben erst über eine Stunde später als angekündigt, also um kurz nach 8, dafür jedoch gut gelaunt und voller Vorfreude.

Mit Kind und Kegel im Bus

Mit Kind und Kegel im Bus

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer...

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer…

Leider sind weder die kambodschanischen Kinder noch die Frauen reisefest – wieviele von ihnen sich übergeben haben, weiß ich nicht, denn ich saß zum Glück in der vordersten Reihe der hinteren Sitze, wo ich nur immer wieder die einschlägigen Geräusche hörte. Dass nicht immer rechtzeitig Plastiktüten zur Hand waren, bekam ich allerdings auch in unserer Reihe mit. Erstaunlicherweise jedoch gelang es mir, von all dem relativ unberührt zu bleiben, und der guten Laune taten die wiederkehrenden Anfälle von Reisekrankheit keinen Abbruch.

Im Bus - sind die Hüte nicht klasse?

Im Bus – sind die Hüte nicht klasse?

Oben auf Bokor angekommen, wurde erst einmal gepicknickt – die Mitarbeiter hatten bereits morgens alles für ein festliches Mahl auf dem Berg vorbereitet, sogar eine Gemüsepfanne für mich, die dort oben frisch zubereitet wurde.

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

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Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

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Nachdem alle gestärkt waren, gingen wir auf Besichtigungstour. Der alte Tempel auf dem Berg wird eifrig von allen kambodschanischen Besuchern aufgesucht, um schnell Buddha um etwas mehr Reichtum oder Gesundheit zu bitten – ein kleines Video von unserem Besuch dort findet Ihr hier:

Das Blinken hinter Buddhas Kopf und an der Decke kommt übrigens nicht durch irgend welche Lichtreflexionen, sondern es ist die elektrische Light-Show.

Der alte Tempel

Der alte Tempel

Durch das alte Casiono zu streifen und vor spektakulären Ausblicken Fotos zu machen, machte allen Spaß.

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Familienfoto

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Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

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Ein Eis-Latte, den wir in der gut gekühlten Lobby des Casinos auf richtig bequemen Sesseln genossen (im Bus hatte ich nur einen halben Sitz, die rechte Körperhälfte hing in der Luft und wurde nur dadurch gehalten, dass ich mich fest an die Schiebetür lehnte), half unserer Buchhalterin Samphors und mir durch das Mittagstief, während die anderen mit ihren Kindern den großen Eingangsbereich durchstreiften.

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Schließlich waren wir alle rechtschaffen müde, und es ging die Serpentinen herab auf die Straße nach Sihanoukville, wobei die Kinder erstaunlicherweise das ganze Essen und die diversen Snacks und Eiscremes, die sie zu sich genommen hatten, bei sich behielten. Nur der schwangeren Frau von Serei Kot schien es, den Geräuschen nach zu urteilen, definitiv für kurze Zeit nicht gut zu gehen.

Natürlich war weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt irgend jemand angeschnallt, die Kinder turnten auf der Ersatzbank hinter dem Fahrer und Beifahrer herum und wären in hohem Bogen durch die Windschutzscheibe geflogen, wenn der Fahrer auch nur einmal etwas schärfer hätte bremsen müssen, was er glücklicherweise, obwohl er während der Fahrt natürlich auch noch ständig am Telefonieren war, nicht tun musste. Samphors und ich wurden wohlbehalten um 17 Uhr in Sihanoukville abgesetzt, während auf die Mitarbeiter noch eine Fahrt von ca. 45 Minuten nach Steng Hau wartete.

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Insgesamt war es ein gelungener Tag, den alle noch lange in Erinnerung haben werden.

Zahnarztbesuche in Sihanoukville

Seit September können einmal im Monat einige Kinder zu einem Zahnarztbesuch nach Sihanoukville zu M’lop Tapang gebracht werden. Der Zustand der Zähne der Kinder ist sehr häufig katastrophal, und gute Zahnärzte sind rar, besonders auf dem Land. Wir hoffen, dass diese neue Aktivität weiter ausgebaut werden kann, die Kinder benötigen es dringend!

Regelmäßig kommen Zahnärzte aus dem Ausland für einige Wochen zu M'lop Tapang
Regelmäßig kommen Zahnärzte aus dem Ausland für einige Wochen zu M’lop Tapang

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Zahnputztraining in der Bildungshütte
Zahnputztraining in der Bildungshütte
Der Zustand der Zähne der Kinder ist katastrophal
Der Zustand der Zähne der Kinder ist katastrophal
Zahnputztraining in der Bildungshütte
Zahnputztraining in der Bildungshütte