Besuch in Steng Hau im März 2015

Auch in diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, im März nach Kambodscha zu reisen und unser Projekt in Steng Hau zu besuchen. Ich hatte einen jungen Kambodschaner, Kearith, darum gebeten, mich nach Steng Hau zu begleiten und dort Fotos zu machen, so dass ich mich besser auf die Gespräche mit unseren Mitarbeitern konzentrieren konnte. Kearith fühlte sich in unserer Bildungshütte sofort wohl und ließ sich auch gleich mit den Kindern ablichten – alle Kambodschaner lassen sich liebend gern fotografieren, wobei das Victory-Zeichen nie fehlen darf.

Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt.
Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt…
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… während sie bei mir zurückhaltender sind.

Die Kinder versammelten sich bei unserer Ankunft sofort im Unterrichtsraum, wo ich ihnen in einer kleinen Ansprache ans Herz legte, weiterhin regelmäßig in die Bildungshütte zu kommen und fleißig zu lernen, was die Kinder auch eifrig versprachen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr die Kinder lernen wollen!

Ab geht’s in den Unterrichtsraum

Eine kleine Ansprache an die Kinder – Thet übersetzt

Thet versteht es in seiner ruhigen Art, die Kinder zu fesseln.

Die Kinder hören gebannt zu
Die Kinder hören gebannt zu
Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.
Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.

Unsere Bildungskurse werden weiterhin sehr gut angenommen. Neben den Englischklassen findet regelmäßig Brückenunterricht in Khmer für diejenigen Kinder statt, die erst wieder Anschluss an den Unterricht in der öffentlichen Schule finden müssen. Der Computerunterricht wird mittlerweile in zwei Schichten täglich durchgeführt, da so viele Kinder daran Interesse haben. Zudem gehören Gespräche unserer Lehrkräfte und Sozialarbeiterinnen mit den Familien von Steng Hau zum regelmäßigen Programm.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha findet außerhalb unserer Bildungshütte im Ortsteil Otres statt

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Computerunterricht - der Raum ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen
Computerunterricht – dieser Raum der Bildungshütte ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen

Ganz besonders reges Treiben herrschte während meines Besuchs auf unserem Spielplatz. Dieser ist wirklich schön geworden und in Steng Hau einmalig. Schaukeln und Wippen sind überall in Kambodscha bekannt, aber ein Klettergerüst wie das unsere ist schon etwas ganz Besonderes.

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Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

 

Doch auch ganz einfache Spielgeräte wie der Stamm einer gefällten Palme zum Balancieren oder aufeinander gestapelte Autoreifen werden von den Kindern mit Freude angenommen.

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Ein Turm aus Autoreifen…

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… und rechts die beiden Palmenstämme zum Balancieren

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Mit alten Autoreifen kann man viel machen...

Mit alten Autoreifen kann man äußerst kreativ sein…

Leider haben wir momentan keine Rutsche mehr, denn die alte war so verrostet, dass akute Einsturzgefahr bestand. Nicht nur für eine neue Rutsche sind Eure großzügigen Spenden herzlich willkommen!

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Der Pfosten steht nicht mehr auf dem unteren Teil, sondern ist komplett durchgerostet und zur Seite gerutscht

Vor kurzem konnte auf dem Gelände der Bildungshütte auch endlich ein neu geschaffenes Logo unseres Vereins angebracht werden – auf Englisch und Khmer. So erfahren die Dorfbewohner und internationalen Besucher des Geländes, dass unser Verein diese Hilfe leistet. Da es in Kambodscha keine einheitliche Umschrift des Khmer gibt, wird Steng Hau immer wieder unterschiedlich geschrieben. Ich hatte mich für eine Schreibweise entschieden, die für Deutsche am nächsten an die tatsächliche Aussprache heran kommt.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M'lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M’lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Natürlich hatten wir auch eine Besprechung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bis auf zwei alle erschienen waren. Es sind einige neue dabei – unser früherer Projektmanager Chan Sophal, der hauptberuflich Lehrer an der öffentlichen Schule war, und unsere frühere Sozialarbeiterin Chanthy sind, wie so viele Erwachsene der Region, als Fabrikarbeiter nach Korea bzw. Thailand gegangen. Es ist für Kambodscha ein großes Problem, dass qualifizierte Kräfte das Land verlassen. Und auch für diejenigen, die ins Ausland gehen, ist es nicht leicht. Sie waren in der Heimat als Lehrer oder Sozialarbeiter bei allen anerkannt, als Fabrikarbeiter dagegen machen sie die Arbeit, die sonst niemand machen möchte. Und sie vermissen natürlich ihre Familien.

Gespräche vor dem Meeting

Gespräche vor dem Meeting

Rechts Thet, der Initiator und Manage des Projekts

Rechts Thet, der Initiator und Manager des Projekts, links zwei der neuen Mitarbeiter

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Die Mitarbeiter probieren ihre neuen Sonnenbrillen

Jeder probiert und inspiziert seine neue Sonnenbrille

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Wir bedanken uns für alle bisherigen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung unseres Projekts! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

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Bis zum nächsten Mal!

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Computer- und Kleiderspenden aus Belgien

Im August wurde unser Projekt in Steng Hau durch Sachspenden reich beschenkt: Jan, Christel, Linda und Hendrik von „A heart for Cambodia“ in Belgien hatten es geschafft einen ganzen Container voll mit Computern, Kleidung und Schulmöbeln nach Sihanoukville zu schiffen und – gegen einen nicht zu geringen Obulus in Form eines erheblichen Anteils der verschifften Waren – auch durch den Zoll zu bekommen. Auf diese Weise erhielten wir in Steng Hau 10 zwar gebrauchte, aber tip top hergerichtete Computer, bergeweise Kleidung, die an die Kinder verteilt wurde, sowie Schulbänke und –tische. Vielen herzlichen Dank nach Belgien! Nun müssen wir uns in naher Zukunft keine Gedanken darüber machen, dass womöglich der ein oder andere neue Computer angeschafft werden muss, was unser Budget sehr belasten würde.

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Unsere Mitarbeiter kurz vor dem Verteilen der Kleidung

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Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Besucht gern auch meinen Reiseblog: http://kambodschaimpressionen.wordpress.com/

Ein Dankesbrief aus Kambodscha an alle unsere Spender

Vor kurzem bekam ich in Vertretung für alle Freunde und Spender unseres Projekts diesen wunderschönen Brief aus Kambodscha, den ich Euch auf diesem Wege zeigen möchte. Zwar ist der Brief an mich gerichtet, aber natürlich kennen die Kambodschaner auch nur mich. Würden sie Euch kennen, hätten sie den Brief mit Sicherheit an Euch alle gerichtet. Auf jeden Fall sind alle gemeint, die das Projekt unterstützen.Thank you letter_Sabine

Hier die deutsche Übersetzung des Briefes:

Liebe Sabine,

im Namen der Kinder und Familien aus dem Distrikt Steng Hau bedanken wir uns bei Euch für Eure langjährige Großzügigkeit und Unterstützung, insbesondere dafür, dass Ihr die Patenschaft für das Steng-Hau-Projekt übernommen habt. Durch Eure Unterstützung konnten wir unsere Englisch-, Computer- und Khmer Sprachklassen kontinuierlich ausbauen und verbessern.

Im Moment bekommen mehr als 200 Kinder von uns Unterricht in Englisch, Computer und Khmer. All diese Kinder kommen aus sehr armen Familien und hätten andernfalls nur äußerst geringe Chancen auf eine gute Ausbildung. Das Projekt, das von Euch unterstützt wird, ist so wichtig, weil all diese Kinder dadurch lernen, mit einem Computer umzugehen und die englische Sprache zu lesen, zu schreiben und zu sprechen, so dass sie hoffentlich später eine gute Arbeit finden werden.

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Im Namen der Kinder und Mitarbeiter in Steng Hau noch einmal ganz herzlichen Dank für all Eure Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, vielen kambodschanischen Kindern dabei zu helfen, ihre Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen. Wir sind sehr, sehr dankbar für diese Unterstützung und hoffen, auch in Zukunft so gut zusammenzuarbeiten.

Ganz herzliche Grüße

Prom Thet

Projektkoordinator

Wir hoffen also weiterhin auf Eure Unterstützung! Bitte spendet zahlreich auf folgendes Konto:

„Zukunft für Steng Hau e.V.“, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, Deutsche Bank. IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM.

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

http://zukunft-stenghau.org/

Besuch in Steng Hau am 08. März 2014

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Begrüßung auf dem Gelände der Bildungshütte

Bei meinen diesjährigen Besuchen in unserer Bildungshütte und in unseren über den ganzen Distrikt Steng Hau verteilten Englischklassen konnte ich mich einmal mehr davon überzeugen, dass unsere Mitarbeiter hervorragende Arbeit leisten und wir auf unser Projekt wirklich stolz sein können. Das ist nicht zuletzt das Verdienst unseres Projektleiters Thet.

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Thet auf dem von uns gepachteten Stück Land

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Unsere Mitarbeiter

Das Stück Land, auf dem unsere Bildungshütte steht, ist liebevoll gepflegt. Unsere Mitarbeiter haben mit vielen Pflanzen und Blumen ein richtiges kleines Paradies aus diesem ehemals eher einem Tümpel gleichenden Grundstück gemacht. Sogar so etwas wie Gras wächst jetzt auf dem Spielplatz! Das liegt daran, dass ich vor einigen Jahren einmal unseren Nachtwächter ganz entsetzt davon abhielt, jedes Pflänzchen, das sich vorsichtig durch den sandigen Boden gebohrt hatte, in meiner Meinung nach falsch verstandener Ordnungs- und Sauberkeitsliebe heraus zu reißen. Ja, leider wird in Kambodscha jedes Stück Natur, das noch vorhanden ist, als „noch nicht entwickelt“ angesehen. Oft sind die Böden vollständig von jedem Bewuchs befreit, so dass nur noch Staub (in der Trockenzeit) und Matsch (in der Regenzeit) übrig sind. Doch zum Glück verstanden unsere Mitarbeiter meinen Aufschrei und setzten die Botschaft gleich um.

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Auch die inzwischen drei Räume, die wir haben (Klassenraum, Computerraum und Bibliothek) sind liebevoll geschmückt und gepflegt.

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Die älteren Kinder aus den Englischklassen kommen regelmäßig, um dabei zu helfen, das Gundstück sauber zu halten.

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Die jüngeren Kinder kommen sichtlich gern zum Spielen:

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Dank des Einsatzes von Freunden, die wiederum ihre Freunde um Kinderspielzeug für Steng Hau gebeten hatten, war mein wirklich riesiger Koffer auf meinem Hinflug zu 80% voll mit Stofftieren. Die Kinder waren begeistert! Ein großer Dank geht an die Kinder in Deutschland, die sich von ihren Stofftieren trennen konnten!

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Damit nichts verloren geht, werden von den Mitarbeitern am Schluss alle Spielsachen wieder eingesammelt und sorgfältig im Schrank verstaut.

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Natürlich ist der Betrieb der Bildungshütte und der Englisch- und Computerklassen mit einigen Kosten verbunden, weshalb ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich darum bitte, dass die Spendengelder weiterhin fließen mögen! Nur durch Eure / Ihre Spendenbereitschaft ist es möglich, dass unsere Arbeit in gewohnter Qualität weitergeht. Spenden können auf das Konto von „Zukunft für Steng Hau e.V.“ bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM, überwiesen werden.

Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Die oberen drei Fotos zeigen nur einige Beispiele von Dingen, für die dringend in naher Zukunft Geld benötigt wird. Doch auch die laufenden Kosten wie Gehälter, Pacht für das Grundstück, Strom und Wasser wollen gedeckt sein. Außerdem wünschen sich die Kinder neue Bücher für die Bibliothek und eine neue Wippe, die Computerschüler hätten gern einen Internetanschluss, und die Mitarbeiter würden sich über einen Drucker freuen.

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Wir bedanken uns bei allen bisherigen und zukünftigen Spendern!

My name is Chenda, what’s your name?

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Brieffreundschaften mit Kindern aus Hamburg

Im Januar hatte ich unser Steng-Hau-Projekt meiner Nichte Fiona und ihren Klassenkameraden der Klasse 6b am Corvey-Gymnasium vorgestellt. Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt und hatten spontan den Wunsch, einen Briefkontakt mit den Kindern in Steng Hau herzustellen. Da traf es sich natürlich gut, dass ich einige Wochen später nach Kambodscha reiste und die tollen Briefe der deutschen Kinder an die Kinder in Kambodscha mitnehmen konnte.

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Stolz zeigen die Kinder in Steng Hau ihre Briefe aus Deutschland

Die deutschen Kinder hatten sich viel Mühe gegeben, ihre Briefe liebevoll mit Zeichnungen und Fotos zu gestalten und ihr Leben in Deutschland auf Englisch zu beschreiben. Wie Ihr auf den Fotos seht, haben sich die kambodschanischen Kinder riesig über die Briefe aus Deutschland gefreut, und sie gaben sich entsprechende Mühe mit ihren Antworten. Mir kamen beinahe die Tränen, so überwältigt war ich, als ich bei meinem zweiten Besuch in Steng Hau den Stapel mit den Antwortbriefen erhielt!

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Die Briefe der Kinder aus Steng Hau sind wunderschön geworden

Nicht nur waren die Briefe liebevoll gestaltet – auch das Englisch der Kinder ist bemerkenswert gut. So schreibt z.B. Vina: „Hello Fiona. My name is Vina. I am 13 years old. I study in grade 8. I study good at math. Usually I go to school at 6:40. I live in Tomnobrolok commune, Steng Hau district, Sihanouk province. I have four dogs. I have two brothers and one sister. In my free time I like watching television and listening to music. I like the colours white and green. I don’t like swimming and singing. At weekends I like to read comics. See you soon. From me, Vina“

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Vinas Brief

Einige der Kinder konnten sogar frei vortragen, was sie in ihren Briefen geschrieben hatten. Ich war schwer beeindruckt und kann nur einmal mehr sagen, unsere Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit, und wir können stolz sein.

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Dabei ist es für Lehrer und Schüler oft schwer, sich auf den Unterricht zu konzentrieren, denn der Platz unter den traditionellen Stelzenhäusern, wo die meisten unserer Englischklassen stattfinden, ist weder optisch noch akustisch in irgend einer Form nach außen isoliert. Neugierige säumen den Platz, es wird gescherzt und gestritten, man kann alles mithören oder -sehen. Außerdem wird es in Kambodscha das ganze Jahr über schon um kurz nach 18 Uhr dunkel, und die Beleuchtung ist spärlich, auch in den Unterrichtsräumen. Insofern ist es ganz besonders anerkennenswert, dass unter diesen erschwerten Bedingungen so guter Unterricht stattfindet.

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Der Unterricht findet im offenen Raum unter einem Stelzenhaus statt

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Um kurz nach 18 Uhr wird es das ganze Jahr über dunkel. Die Beleuchtung während des Unterrichts ist spärlich.

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Auch diese Kühe schauen beim Unterricht zu.

Deshalb an dieser Stelle noch einmal die Bitte an Euch alle: Unterstützt unsere Arbeit in Steng Hau weiterhin mit Euren Spenden! Spenden können überwiesen werden auf das Konto von „Zukunft für Steng Hau e.V.“, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, Deutsche Bank. IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar!

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Ein herzlicher Dank geht an Trevor Smith aus Australien, der mich mit seiner Partnerin Toni nach Steng Hau begleitet und fast alle Fotos dieses Eintrags gemacht hat. Wer weitere fantastische Fotos aus Kambodscha, aber auch von Flora und Fauna in Australien sehen möchte, kann hier schauen: http://trevors.smugmug.com/

Mitarbeiterausflug nach Bokor Bountain

Als Anerkennung für die wundervolle Arbeit unserer Mitarbeiter wurde von unserem Projektleiter Thet und mir ein gemeinsamer Ausflug zum bekannten und beliebten Ausflugsziel Bokor Mountain beschlossen. Die meisten der Mitarbeiter waren noch nie dort. Überhaupt ist es nicht besonders üblich in Kambodscha, Ausflüge zu unternehmen. Dazu fehlt meistens das Geld.

 

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Bokor Mountain hat dadurch eine gewisse Berühmtheit erlangt, dass die Franzosen vor nunmehr fast 100 Jahren dort eine kleine Stadt mitsamt Kirche und dem Bokor Palace Hotel & Casino gebaut haben, um an freien Tagen der Hitze und der Hektik Phnom Penhs entfliehen zu können. Nachdem die Franzosen in den 70er Jahren Kambodscha verlassen hatten, wurde Bokor Hill Station zu einer Art Geisterstadt. Inzwischen gibt es wieder eine gut ausgebaute Straße dorthin sowie ein neues Casino, und Bokor ist zu einem beliebten Ausflugsziel für westliche und einheimische Touristen geworden. (http://en.wikipedia.org/wiki/Bokor_Hill_Station)

Das alte Casino

Das alte Casino

und das neue

und das neue

Also mieteten wir einen Minibus, und los ging die Fahrt am Sonntag morgen. Eigentlich wollten unsere Mitarbeiter um 6 Uhr in Steng Hau losfahren und mich um 7 abholen – nicht gerade meine Zeit, aber es macht ja Sinn, der Hitze ein wenig zuvor zu kommen, und so ergab ich mich in mein Schicksal. Doch leider ging es nicht so ganz reibungslos, alle mit Sack und Pack und Kind und Kegel um 6 Uhr im Bus zu haben – denn für mich unerwarteterweise tauchten sie mit Kind und Kegel auf, aber eben erst über eine Stunde später als angekündigt, also um kurz nach 8, dafür jedoch gut gelaunt und voller Vorfreude.

Mit Kind und Kegel im Bus

Mit Kind und Kegel im Bus

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer...

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer…

Leider sind weder die kambodschanischen Kinder noch die Frauen reisefest – wieviele von ihnen sich übergeben haben, weiß ich nicht, denn ich saß zum Glück in der vordersten Reihe der hinteren Sitze, wo ich nur immer wieder die einschlägigen Geräusche hörte. Dass nicht immer rechtzeitig Plastiktüten zur Hand waren, bekam ich allerdings auch in unserer Reihe mit. Erstaunlicherweise jedoch gelang es mir, von all dem relativ unberührt zu bleiben, und der guten Laune taten die wiederkehrenden Anfälle von Reisekrankheit keinen Abbruch.

Im Bus - sind die Hüte nicht klasse?

Im Bus – sind die Hüte nicht klasse?

Oben auf Bokor angekommen, wurde erst einmal gepicknickt – die Mitarbeiter hatten bereits morgens alles für ein festliches Mahl auf dem Berg vorbereitet, sogar eine Gemüsepfanne für mich, die dort oben frisch zubereitet wurde.

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

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Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

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Nachdem alle gestärkt waren, gingen wir auf Besichtigungstour. Der alte Tempel auf dem Berg wird eifrig von allen kambodschanischen Besuchern aufgesucht, um schnell Buddha um etwas mehr Reichtum oder Gesundheit zu bitten – ein kleines Video von unserem Besuch dort findet Ihr hier:

Das Blinken hinter Buddhas Kopf und an der Decke kommt übrigens nicht durch irgend welche Lichtreflexionen, sondern es ist die elektrische Light-Show.

Der alte Tempel

Der alte Tempel

Durch das alte Casiono zu streifen und vor spektakulären Ausblicken Fotos zu machen, machte allen Spaß.

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Familienfoto

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Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

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Ein Eis-Latte, den wir in der gut gekühlten Lobby des Casinos auf richtig bequemen Sesseln genossen (im Bus hatte ich nur einen halben Sitz, die rechte Körperhälfte hing in der Luft und wurde nur dadurch gehalten, dass ich mich fest an die Schiebetür lehnte), half unserer Buchhalterin Samphors und mir durch das Mittagstief, während die anderen mit ihren Kindern den großen Eingangsbereich durchstreiften.

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Schließlich waren wir alle rechtschaffen müde, und es ging die Serpentinen herab auf die Straße nach Sihanoukville, wobei die Kinder erstaunlicherweise das ganze Essen und die diversen Snacks und Eiscremes, die sie zu sich genommen hatten, bei sich behielten. Nur der schwangeren Frau von Serei Kot schien es, den Geräuschen nach zu urteilen, definitiv für kurze Zeit nicht gut zu gehen.

Natürlich war weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt irgend jemand angeschnallt, die Kinder turnten auf der Ersatzbank hinter dem Fahrer und Beifahrer herum und wären in hohem Bogen durch die Windschutzscheibe geflogen, wenn der Fahrer auch nur einmal etwas schärfer hätte bremsen müssen, was er glücklicherweise, obwohl er während der Fahrt natürlich auch noch ständig am Telefonieren war, nicht tun musste. Samphors und ich wurden wohlbehalten um 17 Uhr in Sihanoukville abgesetzt, während auf die Mitarbeiter noch eine Fahrt von ca. 45 Minuten nach Steng Hau wartete.

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Insgesamt war es ein gelungener Tag, den alle noch lange in Erinnerung haben werden.

Zahnarztbesuche in Sihanoukville

Seit September können einmal im Monat einige Kinder zu einem Zahnarztbesuch nach Sihanoukville zu M’lop Tapang gebracht werden. Der Zustand der Zähne der Kinder ist sehr häufig katastrophal, und gute Zahnärzte sind rar, besonders auf dem Land. Wir hoffen, dass diese neue Aktivität weiter ausgebaut werden kann, die Kinder benötigen es dringend!

Regelmäßig kommen Zahnärzte aus dem Ausland für einige Wochen zu M'lop Tapang
Regelmäßig kommen Zahnärzte aus dem Ausland für einige Wochen zu M’lop Tapang

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Zahnputztraining in der Bildungshütte
Zahnputztraining in der Bildungshütte
Der Zustand der Zähne der Kinder ist katastrophal
Der Zustand der Zähne der Kinder ist katastrophal
Zahnputztraining in der Bildungshütte
Zahnputztraining in der Bildungshütte

Der Bücherbus in Steng Hau

Reoun vom Bücherbus erklärt den Kindern die Wichtigkeit einer guten SchulbildungReoun vom Bücherbus erklärt den Kindern die Wichtigkeit einer guten Schulbildung

22 Kinder, davon 19 Mädchen, konnten zum Schuljahresbeginn im Oktober wieder in das öffentliche Schulsystem integriert werden. Das ist das Verdienst unserer Mitarbeiter, hier vor allem der Sozialarbeiterin Ratha, sowie der Mitarbeiter von M’lop Tapang, die mit dem Bücherbus zweimal im Monat unsere Bildungshütte besuchen. Die Kinder werden immer und immer wieder motiviert, in die Schule zu gehen, und sind enorm stolz, wenn sie erst einmal eine Schuluniform und Schulhefte und Stifte haben. Jedes der 22 Kinder, das im Oktober zurück ins öffentliche Schulsystem ging, bekam von den Bücherbus-Mitarbeitern zum Start ein Heft und einen Stift.

Reoun und Ratha leisten gemeinsam Überzeugungsarbeit

Reoun und Ratha leisten gemeinsam Überzeugungsarbeit

Stolz zeigen die Kinder ihre Schulhefte

Stolz zeigen die Kinder ihre Schulhefte

Ebenfalls großartige Motivationsarbeit leistete Sa, von Beruf Computerlehrer bei M’lop Tapang, der vor einigen Wochen den Bücherbus nach Steng Hau begleitete. Sa ist körperlich schwer behindert – beide Arme und Beine sind verkümmert. Entgegen der in Kambodscha gängigen Praxis, dass Menschen mit einer Behinderung zu einem Leben als Bettler verdammt sind, hat er es geschafft, sich ein erfolgreiches Berufsleben aufzubauen. Seine Botschaft an unsere Kinder war: Gebt nie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf!

Sa in der Bildungshütte

Sa in der Bildungshütte

Sa im Gespräch mit unseren Kindern

Sa im Gespräch mit unseren Kindern

Unsere Sozialarbeiterin Ratha bei der Arbeit

Ratha arbeitet schon seit mehreren Jahren für uns. Zunächst unterrichtete sie eine der abendlichen Englischklassen, doch seit Mai 2012, mit Abschluss ihres Studiums, hat sie eine volle Stelle als Sozialarbeiterin. Zu ihren Aufgaben gehören regelmäßige Besuche in Familien der Kinder, die unsere Bildungshütte besuchen. Meistens geht es dabei darum, die Eltern der Kinder davon zu überzeugen, dass es für die Zukunft der Kinder und damit letztlich auch der Eltern wichtig ist, dass die Kinder regelmäßig die öffentliche Schule besuchen und dort einen Abschluss machen. Wenige Eltern sehen den Vorteil einer langfristigen Investition in Bildung. Die meisten lenken ihr Augenmerk auf den kurzfristigen Nutzen, den sie haben, wenn z.B. ältere Geschwister auf die jüngeren achten müssen und deshalb nicht zur Schule können. Doch da die Altersversorgung der Eltern komplett von ihren Kindern abhängt, profitieren letztlich auch die Eltern von einer guten Ausbildung ihrer Kinder! Hier hat Ratha viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

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Die Bildungshütte in Steng Hau – ein kleines Paradies

Das Gelände unserer Bildungshütte wird immer schöner, es ist ein richtiges kleines Paradies geworden. Alle Mitarbeiter helfen regelmäßig, die Gebäude, den Spielplatz und den Garten in Schuss zu halten und zu pflegen. Inzwischen haben wir einen richtigen Garten mit vielen Blumen. Auch die Kinder lernen, wie man so einen Garten pflegt.

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