Mitarbeiter-Ausflug nach Angkor Wat 6.-9. April 2017

Der Stolz aller Kambodschaner sind die Tempel von Angkor, und hier besonders das weltberühmte Angkor Wat mit seinen fünf Türmen sowie Bayon mit den Gesichtern des Bodhisattva Lokheshvara. Jeder Kambodschaner wünscht sich, wenigstens einmal im Leben in Angkor gewesen zu sein, aber die wenigsten haben dazu die Möglichkeit.

Die weltberühmten Türme von Angkor Wat, Weltkulturerbe und größter Sakralbau der Welt

Vorne die Gesichter unserer Mitarbeiter von Steng Hau, im Hintergrund die Gesichter von Bayon

Das zehnjährige Bestehen unseres Projektes in Steng Hau war für uns Anlass, unseren Mitarbeitern den langersehnten Ausflug zu den Heiligtümern der Angkor-Zeit zu ermöglichen: Zukunft für Steng Hau e.V. übernahm einen Teil der Kosten für Reise und Verpflegung, ein Teil wurde von den Mitarbeitern selbst getragen. Am 6. April 2017 morgens um 6 ging für unsere Mitarbeiter die 11-stündige Fahrt im Minibus von Steng Hau aus los, während ich direkt nach Siem Reap, der nächstgelegenen Stadt, flog, um mich mit den Mitarbeitern zum Abendessen im Gästehaus zu treffen.

Im Bus Richtung Angkor

Doch dann die große Überraschung: 16 Gesichter strahlten mir entgegen, als ich am Flughafen aus der Sperre kam! Alle unsere Mitarbeiter waren trotz der anstrengenden Fahrt, die sie hinter sich hatten, gekommen, um mich abzuholen.

Das Empfangskommittee am Flughafen

Gut gelaunt ging es nun zum Abendessen in ein typisches Khmer-Restaurant: Einige schwere runde Tropenholztische mit unbequemen Stühlen sowie viele wacklige und rostige Klapptische mit Plastikstühlen davor stehen in einem halb offenen Raum auf blankem Beton und wirken auf den westlichen Besucher alles andere als einladend. Aber dies ist ja nun eine Khmer-Veranstaltung…

Das für unseren Geschmack wenig einladende Restaurant

Am nächsten Morgen um 7 ging es los zu den Tempeln. Aus Vorfreude auf den Ausflug hatten sich unsere drei Mitarbeiterinnen bereits vier Wochen zuvor extra schöne Kleider gekauft, um die Tempel angemessen gekleidet zu betreten.

Srey Leak, Lida und Srey Mao in ihren extra für Angkor Wat gekauften Kleidern.

Doch zum Glück hängen genau diese Kleider in den verschiedensten Farben zurzeit an jedem Verkaufsstand, so dass auch ich und die beiden mitreisenden Ehefrauen schnell noch welche besorgen konnten und uns beim Besichtigen von Angkor Wat und Angkor Tom mit dem Bayon nicht zu verstecken brauchten:

Allerdings war das lange Kleid nicht immer sehr praktisch, wie man auf dem nächsten Foto bei meinem Abstieg von Wat Ta Keo sieht. Deutsche Sicherheitsvorschriften gelten hier definitiv nicht. Man wundert sich, dass man die steilen, ausgewaschenen Stufen, an deren Seite es kein Geländer gibt, überhaupt hinauf darf, aber noch mehr wundert man sich, dass man dies nicht in praktischen kurzen Hosen, wohl aber im Kleid, das den Auf- und Abstieg erheblich erschwert, ja sogar noch gefährlicher macht, als er ohnehin schon ist, darf.

Gefährlicher Abstieg. Lida musste, weil sie an diesem Tag kurze Hosen trug, unten warten.

Ein besonderes Highlight unter den Tempeln ist Banteay Srei mit seinen filigranen Steinmetzarbeiten.

Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

Wie man es bisher ja hauptsächlich von den Japanern kannte, so sind auch die Kambodschaner ganz wild darauf, Fotos von sich selbst an jeder ihrer Meinung nach passenden Stelle zu machen – und diese befinden sich alle paar Meter überall.

Selfie-Time vor Phnom Bakheng

Selfie-Time auf einer der 809 Stufen von Phnom Santuk

Viele Kambodschaner müssen ja sehr hart körperlich arbeiten. Diejenigen, die das nicht müssen, kennen dagegen so gut wie keine sportliche Betätigung. Dafür haben sich alle unsere Mitarbeiter aber bei den anstrengenden Wegen durch die Tempelanlagen und die Treppen von Tempeln und Bergen hinauf und hinunter in der Hitze (35 Grad, gefühlte 38 Grad, 70% Luftfeuchtigkeit) wirklich gut gehalten!

Erschöpft machen wir auf den Stufen von Phnom Santuk Rast

Serei Kot auf den Stufen von Phnom Santuk

Während der zwei Tage in Angkor wurde das Mittagessen einmal an verschiedenen Ständen gekauft und dann als Picknick beim Wasserfall von Phnom Kulen eingenommen, ein anderes Mal aßen wir in einem der vielen kleinen Restaurants, die um die Tempel herum eröffnet haben.

Hier wird unser Mittagessen ausgesucht

Picknick am Wasserfall von Phnom Kulen

Glücklicherweise hat Thet meinetwegen auch immer eine Portion gebratenes Gemüse bestellt – die Kambodschaner essen Berge von einfach nur weißem Reis mit ein wenig gebratenem Fisch oder gegrilltem Fleisch dazu. Über den Gebrauch von Plastik und Styropor macht sich keiner Gedanken…

Erfrischung am Wasserfall von Phnom Kulen

Ein weiteres Highlight der vollgepackten zwei Tage waren die Tanz- und Akrobatik-Vorführungen im Cambodian Cultural Village.

Cambodian Cultural Village

Cambodian Cultural Village

Auf der Rückfahrt nach Steng Hau dann halten wir in der Stadt Skuon, berühmt für ihre Delikatesse: gebratene Taranteln. Unsere Mitarbeiter decken sich für die Weiterfahrt jedoch hauptsächlich mit ebenfalls gebratenen Maden und Zikaden ein.

Die berühmten gebratenen Taranteln der Stadt Skuon

Zikaden

… und noch ein paar Maden

Lida testet die gebratenen Spezialitäten

Die Stimmung im Bus ist gut, und es wird auf der Fahrt kräftig gesungen:

Insgesamt waren es gelungene Tage, die den Horizont unserer Mitarbeiter erweitert, ihnen ein Bewusstsein für die Schönheit ihres Landes und seine Kultur vermittelt und den Teamgeist gestärkt haben. Der Ausflug wird allen noch lange in Erinnerung sein.

Wir bitten weiterhin um Spenden auf das Konto von

 “Zukunft für Steng Hau e.V.”
Deutsche Bank
IBAN: DE14 2007 0024 0744 1819 00, BIC: DEUTDEDBHAM
Spenden sind von der Steuer absetzbar.

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