Mitarbeiterausflug nach Bokor Bountain

Als Anerkennung für die wundervolle Arbeit unserer Mitarbeiter wurde von unserem Projektleiter Thet und mir ein gemeinsamer Ausflug zum bekannten und beliebten Ausflugsziel Bokor Mountain beschlossen. Die meisten der Mitarbeiter waren noch nie dort. Überhaupt ist es nicht besonders üblich in Kambodscha, Ausflüge zu unternehmen. Dazu fehlt meistens das Geld.

 

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Gruppenfoto auf Bokor Mountain

Bokor Mountain hat dadurch eine gewisse Berühmtheit erlangt, dass die Franzosen vor nunmehr fast 100 Jahren dort eine kleine Stadt mitsamt Kirche und dem Bokor Palace Hotel & Casino gebaut haben, um an freien Tagen der Hitze und der Hektik Phnom Penhs entfliehen zu können. Nachdem die Franzosen in den 70er Jahren Kambodscha verlassen hatten, wurde Bokor Hill Station zu einer Art Geisterstadt. Inzwischen gibt es wieder eine gut ausgebaute Straße dorthin sowie ein neues Casino, und Bokor ist zu einem beliebten Ausflugsziel für westliche und einheimische Touristen geworden. (http://en.wikipedia.org/wiki/Bokor_Hill_Station)

Das alte Casino

Das alte Casino

und das neue

und das neue

Also mieteten wir einen Minibus, und los ging die Fahrt am Sonntag morgen. Eigentlich wollten unsere Mitarbeiter um 6 Uhr in Steng Hau losfahren und mich um 7 abholen – nicht gerade meine Zeit, aber es macht ja Sinn, der Hitze ein wenig zuvor zu kommen, und so ergab ich mich in mein Schicksal. Doch leider ging es nicht so ganz reibungslos, alle mit Sack und Pack und Kind und Kegel um 6 Uhr im Bus zu haben – denn für mich unerwarteterweise tauchten sie mit Kind und Kegel auf, aber eben erst über eine Stunde später als angekündigt, also um kurz nach 8, dafür jedoch gut gelaunt und voller Vorfreude.

Mit Kind und Kegel im Bus

Mit Kind und Kegel im Bus

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer...

Verglichen mit anderen Bussen war unserer noch richtig leer…

Leider sind weder die kambodschanischen Kinder noch die Frauen reisefest – wieviele von ihnen sich übergeben haben, weiß ich nicht, denn ich saß zum Glück in der vordersten Reihe der hinteren Sitze, wo ich nur immer wieder die einschlägigen Geräusche hörte. Dass nicht immer rechtzeitig Plastiktüten zur Hand waren, bekam ich allerdings auch in unserer Reihe mit. Erstaunlicherweise jedoch gelang es mir, von all dem relativ unberührt zu bleiben, und der guten Laune taten die wiederkehrenden Anfälle von Reisekrankheit keinen Abbruch.

Im Bus - sind die Hüte nicht klasse?

Im Bus – sind die Hüte nicht klasse?

Oben auf Bokor angekommen, wurde erst einmal gepicknickt – die Mitarbeiter hatten bereits morgens alles für ein festliches Mahl auf dem Berg vorbereitet, sogar eine Gemüsepfanne für mich, die dort oben frisch zubereitet wurde.

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

Die volle Kühlbox wird mit vereinten Kräften zum Picknickplatz geschleppt

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Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

Unter dem Gemüse auf dem linken Teller befindet sich ein ganzer Fisch.

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Nachdem alle gestärkt waren, gingen wir auf Besichtigungstour. Der alte Tempel auf dem Berg wird eifrig von allen kambodschanischen Besuchern aufgesucht, um schnell Buddha um etwas mehr Reichtum oder Gesundheit zu bitten – ein kleines Video von unserem Besuch dort findet Ihr hier:

Das Blinken hinter Buddhas Kopf und an der Decke kommt übrigens nicht durch irgend welche Lichtreflexionen, sondern es ist die elektrische Light-Show.

Der alte Tempel

Der alte Tempel

Durch das alte Casiono zu streifen und vor spektakulären Ausblicken Fotos zu machen, machte allen Spaß.

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Unser Computerlehrer mit Frau und Kindern sowie die Frau von unserem Englischlehrer Serey Kot

Familienfoto

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Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

Teilweise sind die alten Fliesen im alten Casino noch gut erhalten.

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Ein Eis-Latte, den wir in der gut gekühlten Lobby des Casinos auf richtig bequemen Sesseln genossen (im Bus hatte ich nur einen halben Sitz, die rechte Körperhälfte hing in der Luft und wurde nur dadurch gehalten, dass ich mich fest an die Schiebetür lehnte), half unserer Buchhalterin Samphors und mir durch das Mittagstief, während die anderen mit ihren Kindern den großen Eingangsbereich durchstreiften.

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Schließlich waren wir alle rechtschaffen müde, und es ging die Serpentinen herab auf die Straße nach Sihanoukville, wobei die Kinder erstaunlicherweise das ganze Essen und die diversen Snacks und Eiscremes, die sie zu sich genommen hatten, bei sich behielten. Nur der schwangeren Frau von Serei Kot schien es, den Geräuschen nach zu urteilen, definitiv für kurze Zeit nicht gut zu gehen.

Natürlich war weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt irgend jemand angeschnallt, die Kinder turnten auf der Ersatzbank hinter dem Fahrer und Beifahrer herum und wären in hohem Bogen durch die Windschutzscheibe geflogen, wenn der Fahrer auch nur einmal etwas schärfer hätte bremsen müssen, was er glücklicherweise, obwohl er während der Fahrt natürlich auch noch ständig am Telefonieren war, nicht tun musste. Samphors und ich wurden wohlbehalten um 17 Uhr in Sihanoukville abgesetzt, während auf die Mitarbeiter noch eine Fahrt von ca. 45 Minuten nach Steng Hau wartete.

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Insgesamt war es ein gelungener Tag, den alle noch lange in Erinnerung haben werden.

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