4. Januar bis 24. Februar: Die Bildungshütte durfte geöffnet sein!

Zwischen dem 4. Januar und dem 24. Februar, vor der derzeitigen Corona-Welle in Kambodscha, durfte unsere Bildungshütte geöffnet sein und Englisch- und Computerunterricht konnten stattfinden. Uns erreichten Fotos, die an die allererste Zeit der Eröffnung der Bildungshütte und des Spielplatzes erinnern. Die Kinder kamen in Scharen zum Spielen und zum Lernen, sowohl groß als auch klein, so dass der Platz kaum ausreichte. Unsere MitarbeiterInnen liefen zu voller Form auf, denn auch sie hatten die Arbeit mit den Kindern vermisst.

Mit Begeisterung ging’s auch zurück an die Computer.

Leider mussten wir die Bildungshütte und alle Unterrichtsklassen am 24. Februar aufgrund der Corona-Situation wieder schließen. Wir hoffen sehr, dass wir, sobald die Maßnahmen greifen, wieder öffnen können!

Bitte erzählt in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis von Kambodscha und unserem Projekt und spendet für

“Zukunft für Steng Hau e.V.”
Deutsche Bank
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Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Hausbesuche durch unsere Sozialarbeiterinnen

Auch wenn die Kinder im Moment nicht zu uns kommen dürfen, so machen unsere Sozialarbeiterinnen Chanthy und Sophy weiterhin Hausbesuche bei Familien in Not. Oft kann ein Gespräch mit einer verständnisvollen Zuhörerin schon viel bewirken. Sicher haben viele von Euch von der UNICEF-Osterkampagne für Kambodscha gehört. UNICEF weist explizit auf die allgegenwärtige Gewalt in Familien hin und darauf, wie wichtig es ist, dass Sozialarbeiter in Gesprächen mit den betroffenen Familien versuchen, die Spirale der Gewalt zu unterbrechen. Ebenso wird die Wichtigkeit von Bildung thematisiert. Der gewaltfreie Umgang miteinander und Bildung – das sind auch unsere Anliegen in Steng Hau.

Ein weiteres Gespräch bei der nächsten Familie.
Improvisierte Sitzgelegenheiten
Hängematten sind die gängige Sitz- oder Schlafgelegenheit.

Fünf neue Erstklässler

Im Januar konnten fünf unserer Kinder in die erste Klasse der Grundschule von Steng Hau eingeschult werden. Unsere Mitarbeiterinnen Chanthy und Sophy hatten die Kinder gut vorbereitet.

Besuch von M’lop Tapang

Im Januar hatten wir hohen Besuch an der Bildungshütte: Kun, die Direktorin der Kinderschutzorganisation M’lop Tapang, unter deren Schirmherrschaft unser Projekt steht, überzeugte sich zusammen mit der Ärztin Dr. Dorah und zwei weiteren Mitarbeitern persönlich davon, dass unser Projekt auch den hohen Standards von M’lop Tapang entspricht. Sie berichtete uns ganz begeistert von den vielen offensichtlich glücklichen Kindern und davon, wie gepflegt die Anlage und wie freundlich und engagiert unsere MitarbeiterInnen seien.

Und noch einmal Matratzen…

Die thailändische Firma, die uns immer wieder unterstützt hatte, hat ihre Zelte in Steng Hau im Januar abgebrochen, und die abreisenden MitarbeiterInnen spendeten Kleidung sowie 43 Matratzen und 30 Bettdecken. Kinderkleidung war nicht dabei, aber die Kinder durften sich aus dem großen Haufen Kleider einige Stücke für ihre Eltern aussuchen.

Dies Mädchen ist glücklich über die Stücke, die sie für ihre Eltern gefunden hat.
Stolz präsentieren die Kinder die ergatterten Stuecke.

Die Matratzen waren einige Wochen später zur Abholung bereit. Bevor sie abgeholt wurden, wurden sie auf unserer großen Wiese zum Auslüften ausgelegt.

43 Matratzen, die durch uns verteilt werden konnten.

Die Mütter kamen selbst, um die Matratzen und Decken abzuholen, und wurden zuerst von unseren MitarbeiterInnen begrüßt. Selbstverständlich mussten sie alle einen Mundschutz tragen.

Die Mütter warten unter dem Vordach der Bildungshütte auf die Verteilung der Matratzen und Decken.
Die Matratzen werden verteilt.
Wir sind froh, dass durch uns diese Aktion stattfinden konnte und nun 43 Familien nicht mehr direkt auf einem harten Brett schlafen müssen.

Bildungshütte bald wieder geöffnet!

Endlich ist es soweit: Die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme unserer Englischklassen laufen auf Hochtouren. Zunächst wird mit weniger Schülerinnen und Schülern als vor Corona gelernt, damit der Abstand eingehalten werden kann – aber wenigstens wird nun wieder ein wenig unterrichtet.

Die monatelange Schließung sämtlicher Bildungseinrichtungen hat dem sowieso nicht sehr hohen Bildungsniveau in Kambodscha nicht gutgetan. Kambodscha hat in der Pol Pot-Zeit in den 1970er Jahren schon einmal erleben müssen, was eine Zeit ohne Bildung für eine Gesellschaft bedeutet.  Es ist zu hoffen, dass der neuerliche Rückschlag bei der Bildung bald wieder aufgeholt sein wird. Während der Schließungen aufgrund der Pandemie wurde teilweise versucht, Unterricht online stattfinden zu lassen, aber die Voraussetzungen dafür sind in Kambodscha noch viel schlechter als bei uns. In Kambodscha hat man für den Online-Unterricht höchstens ein Smartphone zur Verfügung, aber keinen Computer. Und viele kennen sich zwar damit aus, wie man auf dem Smartphone Spiele spielt – nicht aber damit, Unterrichtsmaterialien herunterzuladen. Unsere Mitarbeiter, die hauptberuflich großenteils Lehrer an den öffentlichen Schulen Steng Haus sind, mussten hier teilweise mit Hausbesuchen unterstützen.

Lehrer Kem Sokha erklärt einer Schülerin und ihrem Vater den Gebrauch des Smartphones für den Schulunterricht.

Hier erklärt Kem Sokha einer Gruppe von Eltern, wie Online-Unterricht abläuft.

Einigen Schülern wurden die Schulmaterialien als Kopien nach Hause gebracht.

Auch unsere Bildungshütte wird schrittweise wieder für die Kinder geöffnet. Vor einer vollständigen Wiederöffnung wird gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium ein Hygienekonzept entwickelt werden.  Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen aber bereits jetzt strenge Hygieneregeln um: Die Kleinen stehen vor dem Hineingehen brav Schlange und lassen sich von unserer Sozialarbeiterin Chanthy die Hände desinfizieren. Danach sitzen sie weit voneinander getrennt an den Tischen, wo doch viel körperliche Nähe mit Freunden und Familie in Kambodscha sonst normal ist. 

Hier ein Video zum Händewaschen:

 

 

Matratzenspenden in Steng Hau

In den letzten Monaten sind auch in Kambodscha viele Menschen durch Corona arbeitslos geworden. Allerdings gibt es dort keine Arbeitslosenversicherung oder sonstige Sozialleistungen. Die Menschen sind auf die Unterstützung von Verwandten und Nachbarn oder von Hilfsorganisationen angewiesen. Wir konnten organisieren, dass einige Familien mit Matratzen und Bettdecken versorgt wurden, welche von thailändischen Arbeitern zurückgelassen wurden, die wegen Corona in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Immerhin eine kleine Hilfe für die ärmsten Familien.

Aktivitäten an der Bildungshütte während des Corona-Lockdowns

Wie wir in unserem Rundbrief vom April angekündigt hatten, haben wir die Zeit der Schließung unserer Bildungshütte genutzt, um einige dringend notwendige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten zu erledigen. Der Zaun, der an vielen Stellen durchlöchert war, wurde von unseren Mitarbeitern erneuert; ebenso der Abstellraum, dessen Holzwände fast vollständig zerbrochen waren. Das für das Dach benötigte Wellblech bekamen wir freundlicherweise von der thailändischen Firma, deren Mitarbeiter die Matratzen (s. Eintrag etwas höher) gespendet hatten.

Der alte Zaun wird heruntergerissen, teilweise an schwer zugänglichen Stellen.

Alle helfen dabei mit, das unhandliche Gewirr von altem Maschendraht abzutransportieren.

Der neue Zaun wartet darauf, angebracht zu werden.

In Kleinarbeit wird der Maschendraht an den Pfählen befestigt.

Im Hintergrund sieht man hier sehr gut die zerbrochenen Wände des Abstellraums.

Endlich können nicht einfach mehr Kühe nachts auf das Gelände spazieren!

In gemeinsamer Arbeit werden die Wände des Abstellraums repariert.

Das Wellblech fürs Dach stammt von einer thailändischen Firma.

Auch die Wände des Abstellraums sind jetzt teilweise aus Wellblech. Der Raum erstrahlt in neuem Glanz und kann endlich wieder als Abstellraum genutzt werden.Da es in Steng Hau immer wieder Probleme mit der Wasserversorgung gibt, haben wir einen gebrauchten Wassertank gekauft. Dieser kann, wenn fließend Wasser da ist, gefüllt werden und reicht für einige Tage, falls das Wasser wieder einmal für ein paar Tage abgestellt ist. Außerdem bekamen wir ein Schuhregal geschenkt, in dem die Kinder nun ihre Flip-Flops unterbringen können, wenn sie in unsere Bildungshütte kommen, sowie eine Ablage für Taschen und sonstige Kleinigkeiten.

Der Wassertank wird zusammen mit den Regalen, dem neuen Zaun und dem Wellblech angeliefert.

Alle begutachten den Wassertank…

… während die Kinder ihn gleich zweckentfremden und zum Spielen in Beschlag nehmen.

Abladen der Regale

Bevor sie benutzt werden können, werden die neuen Regale gründlich sauber gemacht.

Besonders dringend war es, den Entwässerungsgraben um unser Gelände wieder in Schuss zu bekommen, denn die Regenzeit nahte, das Abflussrohr war zerbrochen und der ganze Graben verstopft. Auch hier haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit angepackt, um diese Arbeit zu erledigen. Eine nicht sehr angenehme Knochenarbeit!

Ihr seht, auch wenn der Unterricht für einige Monate nicht stattfinden konnte, waren wir dennoch aktiv in Steng Hau und haben alles vorbereitet, damit das Bildungsangebot weitergehen kann und die Kinder sich bei uns in der Bildungshütte weiterhin wohlfühlen.

Damit das der Fall bleibt und wir auch in Zukunft unsere Lehrkräfte und die Pacht bezahlen können, bitten wir weiterhin um Eure Spenden für

 

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Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen…

Händewaschen – das ist das A&O, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken. Hygienetraining war immer Teil der Arbeit unserer Sozialarbeiterinnen an der Bildungshütte, doch jetzt im März war dies besonders in den Fokus gerückt. Alle Kinder mussten jeden Tag sowohl bei der Ankunft in der Bildungshütte als auch vor dem Nach-Hause-Gehen gründlich ihre Hände waschen. Da in Kambodscha häufig kein fließendes Wasser zur Verfügung steht, obwohl wir an die Wasserversorgung angeschlossen sind, muss improvisiert werden: Die kleinen Wassertanks in unseren beiden Toiletten werden, sobald Wasser zur Verfügung steht, gefüllt, und aus ihnen wird das Wasser zum Händewaschen entnommen. Mit einer Kelle übergießen unsere Mitarbeiterinnen die Kinderhände, dann geht die Seife reihum, und zum Schluss wird der Seifenschaum, wieder per Kelle, reihum abgespült.

Unsere Mitarbeiterin Chanthy bereitet das Händewaschen vor.

Zuerst wird mit einer Kelle Wasser über die Hände gegossen.

Nacheinander kommen alle Kinder dran.

Bereit für die Seife

Chanthy zeigt den Kindern, wie sie sich die Hände reiben sollen, damit die Seife überall hin kommt.

Eifrig seifen die Kinder ihre Hände ein.

Zum Schluss wird die Seife, wieder mit Hilfe der Kelle, abgespült.

Und zu guter Letzt trocknet Sophy alle Hände wieder ab.

Wir freuen uns über Spenden an:

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Happy birthday und Lego-Weihnachtsmänner im März

Ein besonderes Highlight waren bei Sabines diesjährigem Besuch die Lego-Weihnachtsmänner, Werbegeschenke des NWB-Verlags, die zwar überhaupt nicht zur Jahreszeit passten, aber trotzdem mit großer Begeisterung und Konzentration von den älteren Kindern zusammengebaut wurden. Auch unsere Mitarbeiter versuchten sich an dieser recht anspruchsvollen Aufgabe mit den winzig kleinen Steinen, doch man merkt, dass sie in ihrer Kindheit keine Gelegenheit hatten, solche Fertigkeiten zu üben. Sie gaben daher schnell auf. Umso schöner ist es zu sehen, wie geschickt sich die Kinder anstellen!

Überall liegen die Anleitungen zum Bau der Weihnachtsmänner, und es wird konzentriert gearbeitet.

Man kann die Konzentration förmlich mit Händen greifen.

Einer der ersten, der seinen Weihnachtsmann fertig hatte.

Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen.

Selbstverständlich wurden nicht nur Weihnachtsmänner gebaut, sondern auch andere Lernspiele hervorgeholt.

Lernspiele, um das Khmer-Alphabet zu üben.

Die kleineren Kinder kamen unterdessen auf die Idee, aus größeren Bausteinen immer fantasievollere Geburtstagstorten zu bauen, sie Sabine zu überreichen und dabei Happy Birthday zu singen, obwohl weder Sabine noch sonst irgend jemand an dem Tag Geburtstag hatte. Möglicherweise liegt das daran, dass es in Kambodscha nicht Tradition ist, Geburtstage zu feiern, sondern dass diese Tradition nach und nach vom Westen übernommen wird und den Kindern die Bedeutung gar nicht so recht bewusst ist.

Geburtstagstorte für Sabine

Hier ein ganzes Tablett voller Geschenke

Nach wie vor haben wir unseren schönen Spielplatz…

…und auch Kreisspiele sind bei den Kindern sehr beliebt.

Wir freuen uns über Spenden an:

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