Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen…

Händewaschen – das ist das A&O, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken. Hygienetraining war immer Teil der Arbeit unserer Sozialarbeiterinnen an der Bildungshütte, doch jetzt im März war dies besonders in den Fokus gerückt. Alle Kinder mussten jeden Tag sowohl bei der Ankunft in der Bildungshütte als auch vor dem Nach-Hause-Gehen gründlich ihre Hände waschen. Da in Kambodscha häufig kein fließendes Wasser zur Verfügung steht, obwohl wir an die Wasserversorgung angeschlossen sind, muss improvisiert werden: Die kleinen Wassertanks in unseren beiden Toiletten werden, sobald Wasser zur Verfügung steht, gefüllt, und aus ihnen wird das Wasser zum Händewaschen entnommen. Mit einer Kelle übergießen unsere Mitarbeiterinnen die Kinderhände, dann geht die Seife reihum, und zum Schluss wird der Seifenschaum, wieder per Kelle, reihum abgespült.

Unsere Mitarbeiterin Chanthy bereitet das Händewaschen vor.

Zuerst wird mit einer Kelle Wasser über die Hände gegossen.

Nacheinander kommen alle Kinder dran.

Bereit für die Seife

Chanthy zeigt den Kindern, wie sie sich die Hände reiben sollen, damit die Seife überall hin kommt.

Eifrig seifen die Kinder ihre Hände ein.

Zum Schluss wird die Seife, wieder mit Hilfe der Kelle, abgespült.

Und zu guter Letzt trocknet Sophy alle Hände wieder ab.

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Happy birthday und Lego-Weihnachtsmänner im März

Ein besonderes Highlight waren bei Sabines diesjährigem Besuch die Lego-Weihnachtsmänner, Werbegeschenke des NWB-Verlags, die zwar überhaupt nicht zur Jahreszeit passten, aber trotzdem mit großer Begeisterung und Konzentration von den älteren Kindern zusammengebaut wurden. Auch unsere Mitarbeiter versuchten sich an dieser recht anspruchsvollen Aufgabe mit den winzig kleinen Steinen, doch man merkt, dass sie in ihrer Kindheit keine Gelegenheit hatten, solche Fertigkeiten zu üben. Sie gaben daher schnell auf. Umso schöner ist es zu sehen, wie geschickt sich die Kinder anstellen!

Überall liegen die Anleitungen zum Bau der Weihnachtsmänner, und es wird konzentriert gearbeitet.

Man kann die Konzentration förmlich mit Händen greifen.

Einer der ersten, der seinen Weihnachtsmann fertig hatte.

Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen.

Selbstverständlich wurden nicht nur Weihnachtsmänner gebaut, sondern auch andere Lernspiele hervorgeholt.

Lernspiele, um das Khmer-Alphabet zu üben.

Die kleineren Kinder kamen unterdessen auf die Idee, aus größeren Bausteinen immer fantasievollere Geburtstagstorten zu bauen, sie Sabine zu überreichen und dabei Happy Birthday zu singen, obwohl weder Sabine noch sonst irgend jemand an dem Tag Geburtstag hatte. Möglicherweise liegt das daran, dass es in Kambodscha nicht Tradition ist, Geburtstage zu feiern, sondern dass diese Tradition nach und nach vom Westen übernommen wird und den Kindern die Bedeutung gar nicht so recht bewusst ist.

Geburtstagstorte für Sabine

Hier ein ganzes Tablett voller Geschenke

Nach wie vor haben wir unseren schönen Spielplatz…

…und auch Kreisspiele sind bei den Kindern sehr beliebt.

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Englisch- und Computerunterricht an der Bildungshütte in Steng Hau 2020

Wenn eine neue Englischklasse in Steng Hau startet, werden die Lehrer damit konfrontiert, dass die Kinder zwar (hoffentlich) Khmer lesen und schreiben können, mit den lateinischen Buchstaben jedoch nicht vertraut sind. Englischlehrer Hing war bei Sabines Besuch in diesem Jahr bereits ziemlich am Ende des Alphabets angelangt – es ging um die Buchstaben T, V und W. Auf kleinen Schiefertafeln übten die Kinder, zum Beispiel das Wort t-shirt zu schreiben, und dann ging es im Chor los: „T-shirt wird t-s-h-i-r-t geschrieben und heißt auf Khmer ao jud“. Diese Form des Unterrichtens ist für uns Deutsche ziemlich befremdlich, in Kambodscha aber absolut üblich, und selbst kambodschanische Universitätslehrer in Deutschland bedienen sich dieser Methode, wie Sabine im Khmer-Unterricht an der Hamburger Uni feststellen konnte.

Die Kinder in Steng Hau müssen im Englischunterricht erst einmal das lateinische Alphabet lernen.

Mit Richtungspfeilen werden die einzelnen Striche des „W“ markiert.

„T-shirt“ zu schreiben ist schon recht kompliziert…

…und bei „village“ kommt es doch zu einigen Fehlern.

Sabine hat sich bei den Schülern eingereiht…

Der Computerraum wird nach wie vor intensiv genutzt. Er wurde inzwischen ein wenig umgebaut – die Tische stehen nicht mehr außen herum an den Wänden, sondern sind in der Mitte des Raumes zusammengeschoben, so dass eine viel angenehmere Lernatmosphäre entstanden ist.

Der Computerraum bietet mit den in der Mitte zusammengestellten Tischen eine viel angenehmere Arbeitsatmosphäre.

Die Kinder sind offensichtlich mit Freude dabei.

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Noch mehr Computer und ein elektrisches Upgrade

Wir haben das Glück, mit der thailändischen Firma RMSC, die derzeit in Steng Hau den Bau eines Elektrizitätswerkes betreut, freundschaftlich verbunden zu sein. Schon mehrfach spendeten Mitarbeiter der Firma Geld und Zeit für unser Projekt. In der zweiten Januarwoche nun wurden wir gleich doppelt beschenkt, und zwar sowohl mit vier gebrauchten Computern als auch damit, dass 10 Elektriker von RMSC alle Kabel an der Bildungshütte neu verlegten! Die Bildungshütte war ja zunächst mit nur einem einzigen Raum und wenig Lampen gebaut worden. Dünne Kabel, locker verlegt, waren für die Stromversorgung genug. Doch nun, mit mehreren Räumen, 13 Computern und mehreren Ventilatoren, damit die Computer nicht heißlaufen, waren die alten Kabel überfordert. Zusätzlich zu den Computern und den neuverlegten Kabeln gab es dann auch noch Kekse und Getränke für die Kinder – es war wie Weihnachten!

Die Elektriker bei der Arbeit

Die in unseren Augen seltsamen Kopfbedeckungen dienen hauptsächlich dem Sonnenschutz, wenn in der prallen Sonne gearbeitet werden muss.

Auch innerhalb des Computerraums wird alles neu verlegt

Die Kabel werden sorgfältig verlegt

Dicke Kabel müssen es inzwischen sein

Auch am Eingangstor zu unserem Gelände wird eine Lampe angebracht

Und hier sind sie, die zwar gebrauchten, für uns aber neuen Computer

Die Kinder bekommen Kekse und etwas zu trinken

Als Dankeschön für die Computer und die neue Elektrizität gibt es von den Kindern ein Lied

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Weihnachtsfeier an der Bildungshütte

Zwar ist Kambodscha ein buddhistisches Land, Weihnachten hat dort also keine Tradition. Trotzdem weiß inzwischen jedes Kind, dass es so etwas wie Weihnachten gibt und dass dies im Westen groß gefeiert wird. Und natürlich lässt man sich ein großes Fest nicht entgehen, auch wenn man keine Ahnung hat, warum dieses Fest gefeiert wird. So fand also am 25. Dezember 2019 auch an unserer Bildungshütte in Steng Hau eine Party statt, mit vielen Luftballons, Keksen, Getränken und Geschenken für die besten Englisch- und Computerschüler. Die Kinder hatten sichtlich ihren Spaß!

Unsere Mitarbeiter haben mit Luftballons alles liebevoll geschmückt.

Getränke, Snacks und Geschenke für die Kinder

Traditionelle kambodschanische Snacks, auf Bananenblättern angerichtet

Auf dem Rasen habe es sich die Kinder gemütlich gemacht

Sie stoßen an wie die Großen…

Nur einige der Kinder konnten an den Tischen Platz finden

Die Stimmung ist gut

Für die besonders guten Englisch- und Computerschüler gab es Geschenke

Ganz offensichtlich hat es geschmeckt…

Herzlichen Dank allen Spendern!

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Sieben stolze Erstklässler

Sieben der Kinder, die schon als Vorschulkinder regelmäßig die Bildungshütte besucht haben, sind seit Oktober stolze Erstklässler – hier präsentieren sie sich in ihren Schuluniformen. Sollte eins der Kinder Probleme haben, in der Schule mitzukommen, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch, wenn Eltern der Meinung sind, Schulbildung sei nicht so wichtig für ihre Kinder und sie deshalb bereits nach drei oder vier Jahren aus der Schule nehmen wollen, setzen unsere Sozialarbeiterinnen sich für den weiteren Schulbesuch der Kinder ein. Sie besuchen die Familien und erklären den Eltern, wie wichtig ein Schulabschluss für ihre Kinder ist. Besuche bei den Familien sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit unserer Sozialarbeiterinnen.

7 stolze Erstklässler

Sport und Spiel an der Bildungshütte in Steng Hau

Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit in Steng Hau ist es, den Kindern ein sicheres Umfeld zum Spielen, Kreativsein und Entdecken zu bieten. Zu Hause haben die Kinder dazu so gut wie keine Möglichkeiten, denn die meisten von ihnen haben dort kein Spielzeug, keine Malsachen, keine Puzzles, kein Lego – nichts von dem, was für Kinder in Deutschland schon lange Standard geworden ist. Das Spielen sollte jedoch nicht als Luxus betrachtet werden, sondern es ist immer auch gleichzeitig das Erlernen von Fähigkeiten und daher unbedingt förderungswürdig. 

Mit diesen Memorykarten lernen die Kinder das Khmer-Alphabet.

Puzzeln ist sehr beliebt und für die meisten Kinder ganz neu. Noch vor einigen Jahren war es auch für unsere Mitarbeiter etwas ganz Unbekanntes…

Und hier ein Video vom Puzzeln:

Mit Lego und ähnlichen Bausteinen bauen die Kinder die fantasievollsten Gebilde.

Egal, ob im Klassenraum der Bildungshütte oder auf der überdachten Spielfläche – Platz ist genug bei uns.

Der Spielplatz, der inzwischen richtig schön geworden ist, wird von den Kindern gern und viel genutzt und bietet vielfältige Möglichkeiten zu spielen, zu toben und körperliche Geschicklichkeit und Kraft zu üben.

Mit Autoreifen kann man auf unserem Rasen ganz hervorragend spielen.

Glücklicherweise ist inzwischen eine Art Rasen auf dem Gelände gewachsen, so dass es dort weder in der Regenzeit zu matschig noch in der Trockenzeit zu staubig ist. Unsere Mitarbeiter mähen den Rasen in anstrengender Arbeit mit einem Handrasenmäher, die Kinder helfen im Anschluss daran dabei, das gemähte Gras zusammenzukehren – hier ein Video dazu:

Die Kinder von Steng Hau sind stolz auf ihre Bildungshütte.

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Neue Laptops für Steng Hau

Im Oktober konnten wir fünf gebrauchte Laptops für insgesamt 1.000 US-Dollar erwerben, die auch sofort in unseren Computerklassen zum Einsatz kamen. Jetzt können die Kinder gleichzeitig an neun Computern am Unterricht teilnehmen, dabei drängeln sich teilweise mehrere Kinder um einen Computer. Insgesamt sind es derzeit 20 Kinder, davon neun Mädchen, die regelmäßig die Computerkurse besuchen und mit einem Zertifikat in Word, Excel und Powerpoint abschließen werden. Vielen Dank an unsere Spender!

Jetzt haben wir wieder neun Computer, die für den Unterricht genutzt werden können.

Neun von unseren derzeit 20 Computerschülern sind Mädchen.

Computerlehrer Sarath hat mit den vielen Schülern alle Hände voll zu tun.

Sarath und Titya bei den Kaufverhandlungen.

Computer- und Englischunterricht – My Heart Will Go On

Ebenso wie die Tagesaktivitäten an der Bildungshütte besuchte ich im Februar auch den Computerunterricht und die abendlichen Englischklassen. Es ist schön zu sehen, dass gerade auch viele Mädchen den Computerunterricht besuchen! Leider sind viele unserer Computer, die wir ja bereits gebraucht bekommen hatten und die sehr unter der großen Hitze leiden, inzwischen nur noch teilweise zu gebrauchen. Wir benötigen dringend neue.

Der Computerraum an der Bildungshütte. Durch Klicken auf das Foto wird es vergrößert.

Es ist schön, dass es besonders den Mädchen Freude macht, den Umgang mit dem Computer zu lernen.

In Kambodscha müssen die Schüler aufstehen, wenn der Lehrer kommt oder sie im Unterricht drankommen, und es gibt meistens Frontalunterricht, bei dem gemeinsam nachgesprochen wird, was der Lehrer gesagt hat. Daher wurde ich von unseren Englischklassen mit einem im Chor gesprochenen „Welcometo our class“ begrüßt. Nachdem ich mich bedankt und die Kinder aufgefordert hatte, sich wieder zu setzen, schallte, ebenso im Chor, „Thank you, teacher“ zurück. 

Zwar möchten die Schüler alle immer gern mit mir sprechen, wenn ich die Klassen besuche, aber dann fällt ihnen meistens doch nichts ein, was sie mich fragen könnten, und vor lauter Angst, etwas Falsches zu sagen, sagen sie lieber gar nichts. Das war diesmal in der Klasse von Kem Sokha anders. Die Arme schnellten nur so in die Höhe, als die Kinder aufgefordert wurden, Fragen zu stellen. Jedes Kind wollte unbedingt drankommen, und die Fragen sprudelten nur so: „Wie lange bist du schon in Kambodscha?“, „Welches kambodschanische Gericht magst du am liebsten?“, „Wie alt sind deine Eltern?“ – so ging es Schlag auf Schlag. Und die Kinder verstanden auch noch die Antworten! Ich war wirklich schwer beeindruckt.

In Kem Sokhas Klasse meldeten sich sofort fast alle Kinder, als sie aufgefordert wurden, mir Fragen zu stellen.

Richtig gerührt war ich, als ein Mädchen mit zarter Stimme alle drei Strophen von „My Heart Will Go On“, dem Filmsong des Titatic-Films, sang:

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Sabines Besuch der Bildungshütte im Februar 2019

Im Februar besuchte ich, Sabine Nerling, bei meiner jährlichen Kambodschareise natürlich auch wieder für mehrere Tage unsere Bildungshütte in Steng Hau, und ich kann sagen, ich bin stolz auf das, was unsere beiden Sozialarbeiterinnen Chanthy und Sophy sowie unser Computerlehrer Sareth tagsüber dort leisten. Das Gelände ist dadurch, dass es so gepflegt ist und dort so viel Grün wächst, das von all unseren Mitarbeitern gehegt und gepflegt wird, wunderschön, und die Kinder kommen sichtlich gern. Das Angebot für sie ist aber auch vielfältig: Es reicht von Khmer-Unterricht über Malen, Basteln, Puzzlen, Lesen bis zum Tanzen und Toben. Zu all dem haben die Kinder sonst nirgendwo die Gelegenheit. Selbst die Kinder von reichen Leuten haben dies alles nicht, denn niemand macht sich sonst die Mühe, sich so intensiv mit Kindern zu beschäftigen und ihnen kindgerechtes Spielzeug und eine kindgerechte Umgebung zu schaffen.

Unsere gepflegte kleine Bildungshütte

360°-Blick über unser Gelände. Bitte einmal auf das Foto klicken, dann vergrößert es sich.

Strahlende Kinder an der Bildungshütte.

Vielfältige Aktivitäten

Chanthy unterrichtet das Khmer-Alphabet.

Auf kleinen Schiefertafeln üben die Kinder das Schreiben der Buchstaben.

Kreisspiele

Bewegungslieder

Anziehpuppen

Malen

Lesen

Und noch einmal Lesen

Klettern und Toben

Auch die etwas Größeren klettern gern.

Alte Autoreifen eignen sich ideal zum Spielen.

Legos sind immer beliebt.

Auch die Größeren lieben Legos.

Besonders gefreut hat mich die Geschichte dieses kleinen Jungen. Er kommt seit einigen Monaten zu uns an die Bildungshütte. Bevor er zu uns kam hieß es, er sei stumm, denn niemand hatte ihn je ein Wort sprechen hören. Doch inzwischen spricht er wie ein Wasserfall und hat die kreativsten Einfälle. Am liebsten baut und malt er Dinosaurier.

Stolz zeigt der Kleine seine Dinosaurier.

Die Fenster der Bildungshütte haben wegen der Hitze keine Scheiben, sondern schützen durch Maschendraht und unseren Nachtwächter vor Eindringlingen.

Unser Nachtwächter hatte diesmal eine ganz besondere Bitte an mich: Eine Liege, damit er nicht mehr auf einer einfachen Reismatte auf dem Boden schlafen muss, wo er beißenden Tausendfüßlern ausgesetzt ist.

Vielen Dank allen Spendern!!!

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