10 Jahre Hilfe in Steng Hau

Unglaubliche 10 Jahre sind wir nun schon in Steng Hau aktiv. Es fing alles ganz klein an: Im Juli 2006 wurde Sabine von Thet, unserem mittlerweile langjährigen Projektleiter, gefragt, ob sie bereit wäre zu helfen, eine Englischklasse in seinem Heimatdistrikt Steng Hau zu finanzieren. Dafür wären nur 70 USD monatlich nötig – 50 für einen Lehrer, 10 für einen Raum und weitere 10 für Unterrichtsmaterialien. Thet nahm Sabine mit nach Steng Hau, zeigte ihr die einzelnen Dörfer, es wurde mit den Schulleitern von Grund- und weiterführender Schule sowie verschiedenen Village-Chiefs gesprochen, und alle waren von dem Vorhaben begeistert.

Thet, Sabine, ein Schulleiter und der District Chief von Steng Hau bei Sabines erstem Besuch im Juli 2006

Thet, Sabine, ein Schulleiter und der District Chief von Steng Hau bei Sabines erstem Besuch im Juli 2006

In einer E-Mail an Freunde und Verwandte bat Sabine um Unterstützung für das Projekt. Innerhalb weniger Tage kamen viele zustimmende Antworten, so dass Sabine, bevor sie von ihrer Jahresreise zurück nach Deutschland aufbrach, umgerechnet 560 USD im Safe unserer „Mutterorganisation“ M’lop Tapang lassen konnte und der geplante Englischunterricht für acht Monate gesichert war. Am 1. September 2006 nahm unser erster Lehrer, Sovannara, den Unterricht mit fast 40 Kindern unter einem der Stelzenhäuser in Steng Hau auf.

Die erste Englischklasse mit Vannara als Lehrer.

Die erste Englischklasse mit Vannara als Lehrer.

Seitdem hat sich viel getan. Schon bald nach der ersten startete aufgrund der großen Nachfrage eine zweite Englischklasse.

Ron unterrichtete die kurze Zeit später beginnende zweite Englischklasse.

Ron unterrichtete die kurze Zeit später beginnende zweite Englischklasse.

Im Janur 2007 haben wir den Verein „Zukunft für Steng Hau e.V.“ gegründet, so dass Spendengelder nun von der Steuer absetzbar wurden. Weitere Englischklassen folgten – inzwischen finanzieren wir sieben Englischklassen. Seit 2008 haben wir Land gepachtet und im gleichen Jahr unsere Bildungshütte gebaut, wir haben zwei Sozialarbeiterinnen in Vollzeit eingestellt, und es gibt Computerunterrricht – aus der einen Englischklasse ist dank Eurer Unterstützung ein beachtliches Projekt geworden, auf das wir stolz sein können.

Unterzeichnung des Pachtvertrages für das Land, auf dem unsere Bildungshütte gebaut wurde. Thet, ein Village Chief und der Landbesitzer unterzeichnen jeweils mit Unterschrift und Fingerabdruck.

Unterzeichnung des Pachtvertrages für das Land, auf dem unsere Bildungshütte gebaut wurde. Thet, ein Village Chief und der Landbesitzer unterzeichnen jeweils mit Unterschrift und Fingerabdruck.

Der Rohbau der Bildungshütte. Am Wochenende helfen die älteren Englischschüler mit.

Der Rohbau der Bildungshütte. Am Wochenende helfen die älteren Englischschüler mit.

Kurz nach Beginn unserer Arbeit in Steng Hau finanzieren wir bereits 7 Englischklassen. Sechs unserer Lehrer von links nach rechts: Sophal, Srey Mao, Serey Kot, Sovannara, Projektleiter Thet, Bol Phalla, Ron.

Kurz nach Beginn unserer Arbeit in Steng Hau finanzieren wir bereits 7 Englischklassen. Sechs unserer Lehrer von links nach rechts: Sophal, Srey Mao, Serey Kot, Sovannara, Projektleiter Thet, Bol Phalla, Ron.

In diesem Jahr waren zum ersten Mal größere Reparaturarbeiten an der Bildungshütte notwendig. Das Dach war an vielen Stellen undicht, und einige Löcher in den Wänden waren zu flicken. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen.

Das Dach der Bildungshütte wird repariert.

Das Dach der Bildungshütte wird repariert.

Auch einige Löcher in den Wänden waren zu flicken.

Auch einige Löcher in den Wänden waren zu flicken.

Auch an den Computern sind immer wieder Wartungsarbeiten nötig – zum Glück können wir hierfür auf den Computerexperten Buntha von M’lop Tapang zurückgreifen, der immer weiß, ob man ein Gerät noch reparieren kann und wo man gegebenenfalls Ersatzteile bekommt.

Dieser Computer muss dringend repariert werden.

Ein reparaturbedürftiger Computer

Unsere Sozialarbeiterinnen leisten vielfältige Arbeit: Sie geben unseren Kindern Khmer-Unterricht, damit diese entweder in der Schule den Anschluss nicht verlieren oder ihn nach längerer Abwesenheit wieder erlangen. Auch besuchen sie die Familien, in denen viele Eltern weder lesen noch schreiben und somit ihren Kindern keine Hilfe sein können, und versuchen sie von der Wichtigkeit eines Schulbesuches der Kinder zu überzeugen. Darüber hinaus leiten unsere Sozialarbeiterinnen die Kinder beim Spielen und kreativen Gestalten an – etwas, das in der öffentlichen Schule so gut wie gar nicht existiert.

Sozialarbeiterin Lida

Sozialarbeiterin Lida

Die beiden Sozialarbeiterinnen Srey Leak und Lida beim kreativen Gestalten mit den Kindern.

Die beiden Sozialarbeiterinnen Srey Leak und Lida beim kreativen Gestalten mit den Kindern.

Die fertigen Muffins

Die fertigen Muffins

All die genannten Aktivitäten kosten Geld, und deshalb bitten wir wie immer an dieser Stelle weiterhin um Ihre/Eure Spenden an:

 “Zukunft für Steng Hau e.V.”
Deutsche Bank
IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA
Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Besuch in Steng Hau im März 2016

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Hinter dieser Blütenpracht befindet sich, fast versteckt inzwischen, unsere Bildungshütte.

Eine gute Nachricht: Der Pachtvertrag für das Land, auf dem unsere Bildungshütte steht, konnte für weitere 3 Jahre verlängert werden – darüber sind wir enorm erleichtert! Zwar wurde die Pacht von monatlich 50 auf 60 US Dollar erhöht, aber bei den derzeit explodierenden Grundstückspreisen in Kambodscha, durch die es der eine oder andere Landbesitzer über Nacht zu unerwartetem Reichtum gebracht hat, hätte es gut sein können, dass auch unser Verpächter sich zum Verkauf entschließt. Das wäre jammerschade gewesen – unser Gelände ist inzwischen so schön geworden!

Diese prachtvolle Bougainvillea steht am Eingangstor zu unserer Bildungshütte.

Diese prachtvolle Bougainvillea steht am Eingangstor zu unserer Bildungshütte.

Bei meinem diesjährigen Besuch in Kambodscha konnte ich wieder einiges an Spielzeug nach Steng Hau bringen – die Kinder begannen sofort zu spielen und wollten die Kuscheltiere am Ende des Tages gar nicht wieder zurückgeben.

Einen ganzen Berg Kuscheltiere konnte ich mitbringen!

Einen ganzen Berg Kuscheltiere konnte ich mitbringen!

Thet, unser Projektleiter, stellt während der Mittagspause einem neugierigen Jungen die Kkuscheltiere vor.

Thet, unser Projektleiter, stellt während der Mittagspause die Kuscheltiere diesem Jungen vor, der es gar nicht bis zu den Nachmittagsöffnungszeiten erwarten kann.

Und schon sind sie zu den Lieblingen der Kinder geworden!

Und schon sind sie zu den Lieblingen der Kinder geworden!

Auch ein Spielfernglas und ein Kaleidoskop waren unter den mitgebrachten Sachen.

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Viele der Kinder scheinen durch unsere kleine Bibliothek zu richtigen Leseratten zu werden.

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Ein Meeting mit all unseren Mitarbeitern ist bei meinen Besuchen in Steng Hau natürlich obligatorisch. Dabei wird allen Mitarbeitern die Gelegenheit gegeben, sich zu äußern und Fragen zu stellen.

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Zuvor hatte unser Nachtwächter Chiv Sarith schnell mal eben für jeden eine Kokosnuss von unserer eigenen Palme geholt.

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Im Anschluss an das diesjährige Meeting zeigte ich den Mitarbeitern über den Bildschirm eines unserer Computer Fotos von Deutschland, angefangen mit den zerbombten Städten und den Trümmerfrauen nach dem Krieg bis zur heutigen Zeit des Wohlstands und Überflusses. Mein Ziel war es, den Mitarbeitern Mut zu machen, weiter am Aufbau ihres Landes mitzuarbeiten, und ihnen mit Hilfe der Fotos zu zeigen, dass auch der Westen nicht immer reich war, sondern sich den Reichtum erschaffen hat. Und das kann Kambodscha auch!

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Die Mitarbeiter sahen sich die Fotos gebannt an und stellten viele interessierte Fragen. Für sie ist es doch eine ganz andere Welt!

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Den Abschluss meines Besuches bildete die Stippvisite in mehreren unserer Englischklassen. Das Mädchen im rosa Pyjama singt mir gerade ein kambodschanisches Lied vor!

Viel zu schnell ging meine Zeit in Kambodscha und in Steng Hau (was übrigens in Kambodscha meistens Steung Hav umschrieben wird) vorbei, und es hieß wieder Abschied nehmen!

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Bitte unterstützt unsere Arbeit in Steng Hau weiterhin mit Euren Spenden an
“Zukunft für Steng Hau e.V.”
Deutsche Bank
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Ausflug zum Kbal-Chhay-Wasserfall

Anfang Dezember war für viele der Kinder unserer Bildungshütte ein großer Tag: Sie durften mit auf einen Ausflug zum Kbal-Chhay-Wasserfall. 35 Kinder kletterten auf die Ladefläche eines Lastwagens, und los ging die Fahrt, begleitet von unseren beiden Sozialarbeiterinnen Lida und Srey Leak und dem Team vom M’lop Tapang Bücherbus. Wie man auf den Fotos sieht, konnten die Kinder vom Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall herum gar nicht genug bekommen.

Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall.

Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall.

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Zur Stärkung gab es für jeden eine Portion Reis mit Fisch sowie ein buntes süßes Getränk mit viel Eis – das Wasser beim Wasserfall bietet zwar ein wenig Erfrischung, ist aber, verglichen mit Wasserfällen oder Flussläufen in unseren Breitengraden, lauwarm, während die Lufttemperatur an die 30 Grad beträgt.

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Eine Portion Reis mit Fisch für jedes Kind.

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Auch ein angebrütetes Ei darf nicht fehlen…

Um den Wasserfall herum sind überall diese für Kambodscha typischen Picknickplätze aufgebaut, überdacht und mit Bast- und vor allem Hängematten ausgestattet, in denen man sein Schläfchen halten kann. Dazu waren die Kinder allerdings zu aufgekratzt.

Unsere Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter vom M'lop Tapang Bücherbus (in den roten Shirts) sorgen dafür, dass alle Kinder versorgt sind.

Unsere Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter vom M’lop Tapang Bücherbus (in den roten Shirts) sorgen dafür, dass alle Kinder versorgt sind.

Sozialarbeiterin Lida mit einigen der Mädchen.

Sozialarbeiterin Lida mit einigen der Mädchen.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Glücklich und voller neuer Erfahrungen fuhren die Kinder am Nachmittag wieder nach Steng Hau zurück.

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Damit wir auch weiterhin den Kindern von Steng Hau auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützend zur Seite stehen können, bitten wir um Ihre/Eure Spenden auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA.

Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Unsere Englischschülerinnen Theary und Theara

Als Sozia auf dem Motorrad fuhr ich bei meinem Kambodscha-Besuch im März zusammen mit meinem langjährigen Bekannten Kearith, den ich als Fotografen angeheuert hatte, die 30 km von Sihanoukville nach Steng Hau, um die beiden Gespräche mit Theary und Theara, die ich Euch in einem vorigen Blogeintrag ja bereits angekündigt hatte, zu führen.

Auf Keariths Motorrad in Steng Hau angekommen.

Auf Keariths Motorrad in Steng Hau angekommen.

Zum Glück ist die Straße nach Steng Hau inzwischen fast durchgehend geteert. Das war bis vor einigen Jahren noch nicht so – damals war die Straße in der Regenzeit eine Schlamm- und in der Trockenzeit eine Staubwüste. Nun gibt es zwar noch bzw. schon wieder viele Schlaglöcher, aber insgesamt ist die Fahrt sehr viel leichter zu bewältigen.

Die Straße nach Steng Hau im Juli 2006

Die Straße nach Steng Hau im Juli 2006

Doch nun zu Theary. Theary ist mit 16 Jahren das älteste von drei Mädchen. Ihre Schwestern sind 7 und 6 Jahre alt. Sie lebt mit ihren Eltern gleich gegenüber von unserer Bildungshütte.

Im Gespräch mit Theary

Im Gespräch mit Theary

Theary mit ihren Eltern und der Großmutter vor dem Haus der Familie.

Theary mit ihren Eltern und der Großmutter vor dem Haus der Familie. Der Vater hat sich extra für das Foto ein Hemd angezogen, was ich sehr schade fand, denn ich hätte gern seine zahlreichen Tätowierungen auf der Brust mit auf dem Foto gehabt.

Thearys Vater ist Fischer, die Mutter arbeitet am Bootssteg als Krabbenpulerin. Sonntags sitzt auch Theary von 3 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags am Steg und pult Krabben und Krebse. Dafür bekommt sie insgesamt umgerechnet 7,50 Euro.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen.

Frauen und Mädchen beim Krabben- und Krebsepulen

Stundenlang sitzen sie auf dem unbequemen Boden

Auf dem Bootssteg werden die Schalen der Krabben und Krebse zum Trocknen ausgelegt und später an Hühner verfüttert.

Auf dem Bootssteg werden die Schalen der Krabben und Krebse zum Trocknen ausgelegt und später an Hühner verfüttert.

Als es vor der Küste Steng Haus noch viele Fische gab, konnten Fischer wie Thearys Vater, die auf einem Kutter anheuern, recht gut verdienen. Doch inzwischen ist das Meer vor Steng Hau komplett überfischt, so dass für die Fischer nur ein magerer Fang möglich und dementsprechend wenig zu verdienen ist. Außerdem ist das Fischen in den doch recht kleinen Booten ein gefährlicher Job, und fast niemand von den Fischern kann schwimmen.

Fast niemand von den Fischern kann schwimmen

Fast niemand von den Fischern kann schwimmen

Theary geht in die 10. Klasse der High School in Steng Hau. Neben Englisch hat sie an den Computerkursen in der Bildungshütte teilgenommen und den Kurs in Word und Excel erfolgreich abgeschlossen. Sie möchte einmal Ärztin werden.

Theary zeigt stolz ihr Computer-Zertifikat

Theary zeigt stolz ihr Computer-Zertifikat

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Da unser Projekt unter der Schirmherrschaft von M’lop Tapang steht und M’lop Tapang im Gegensatz zu uns in Kambodscha registriert ist, werden die Zertifikate auch von M’lop Tapang ausgestellt

Als nächstes ging es durch die großenteils unbefestigten Feldwegen gleichenden Straßen Steng Haus zu unserem nächsten Gespräch. Bis alle Weg in Steng Hau befestigt oder sogar asphaltiert sind, wird es wohl noch eine Weile dauern.

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Theara ist 15 Jahre alt und das jüngste von 5 Kindern. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, denn ihr Vater ist vor zwei Jahren gestorben. Ihre älteren Geschwister arbeiten in einer Fabrik in Thailand, von wo aus sie Geld nach Hause senden, um die Mutter und Theara zu unterstützen und Thearas Schulausbildung zu finanzieren. Auch sie geht in die 10. Klasse. Sie möchte einmal Krankenschwester werden.

Im Gespräch mit Theara

Theara in ihrer Schuluniform der High School – ab einem gewissen Alter gehört für Mädchen ein langer Rock zur Schuluniform, so wie für Jungen eine lange Hose statt einer kurzen dazu gehört.

Auch Theara hat die Computerkurse in unserer Bildungshütte besucht.

Auch Theara hat die Computerkurse in unserer Bildungshütte besucht.

Vor dem Haus, in dem Theara mit ihrer Mutter wohnt

Vor dem Haus, in dem Theara mit ihrer Mutter wohnt

Bitte unterstützt unsere Arbeit weiterhin mit Euren Spenden, damit wir Theary, Theara und den anderen Kindern in Steng Hau helfen können, ihre Träume zu verwirklichen! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Mitarbeitertraining: Critical Thinking

Eigentlich sollte mein nächster Blogeintrag über die Gespräche mit unseren Englischschülerinnen Theary und Theara sein, doch da gerade vor ein paar Tagen, am 2. und 3. September, ein Mitarbeitertraining stattfand, berichte ich zunächst darüber.

Trainer Sokchea hat schon mehrere Persönlichkeitstrainings für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Hier im großen Trainingsraum von M'lop Tapang.

Trainer Sokchea hat schon mehrere Persönlichkeitstrainings für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Diesmal hat das Training im großen Trainingsraum von M’lop Tapang stattgefunden.

Das Thema dieses Trainings war „Critical Thinking Skills“, also „Die Fähigkeit zum kritischen Denken“. In Vorträgen, Präsentationen, Diskussionen und Gruppenübungen wurden Themen wie „Logik und kritisches Denken“, „Standards des kritischen Denkens“, „Vorteile des kritischen Denkens“ sowie „Hindernisse, kritisch zu denken“ erarbeitet.

Trainer Sokchea spricht über "Critical Thinking"

Trainer Sokchea spricht über „Critical Thinking“

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Unsere Mitarbeiter Ron, Serei Kot, Sopheap, Pnao Bol (linke Reihe) und Khem Sokha (vorne rechts) sind konzentriert bei der Sache

Es wird diskutiert...

Es wird diskutiert…

Es werden Ideen gesammelt...

Ideen werden gesammelt…

und Präsentationen vorbereitet.

… und Präsentationen vorbereitet.

Englischlehrer Kem Sokha hält eine Präsentation

Englischlehrer Kem Sokha hält eine Präsentation

Englischlehrer Pnao Bol bei seiner Präsentation

Englischlehrer Pnao Bol bei seiner Präsentation

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit

Um eine größere Gedankenvielfalt und den Austausch zwischen Organisationen zu fördern, hatten wir Mitarbeiter von M’lop Tapang, dem Goodwill Center (meinem früheren Wirkungskreis) und Starfish gegen eine kleine Beteiligung an den Kosten ebenfalls zu dem Training eingeladen.

Eine Gruppenübung, die viel Spaß zu machen scheint.

Eine Gruppenübung, die viel Spaß zu machen scheint.

Sarin, der Direktor von M’lop Tapang, wo das Training stattfand und unter deren Schirmherrschaft unser Steng-Hau-Projekt ja bereits seit Anbeginn steht, berichtete als Gastredner darüber, wie ihm kritisches Denken geholfen hat, der zu werden, der er jetzt ist. Sarin war ein einfacher Fischerjunge, bis ihm durch eine Winde die linke Hand abgerissen wurde. Zunächst verdiente er sich ein wenig Geld in dem damals einzigen Supermarkt in Sihanoukville, indem er dort die Regale einräumte. Das ein paar Meter weiter gelegene Starfish Cafe beschäftigt auch heute noch Menschen mit körperlichen Behinderungen. So bewarb Sarin sich dort – es muss ca. im Jahr 2000 gewesen sein. Als 2003 die Kinderschutzorganisation M’lop Tapang aus Starfish hervorging, war Sarin mit dabei. Heute ist M’lop Tapang eine Organisation von 200 Mitarbeitern, die sich um Tausende Kinder aus den ärmsten Familien Sihanoukvilles kümmert. Sarins Geschichte war Inspiration für alle.

Sarin bei der Überreichung des Zertifikats an die als Kind an Polio erkrankte Miss Meng vom Starfish Cafe, die auch am Training teilnahm.

Sarin bei der Überreichung des Teilnahmezertifikats an die als Kind an Polio erkrankte Miss Meng vom Starfish Cafe.

Selbstverständlich erhielten zum Schluss alle Teilnehmer ein Zertifikat. Ich bin mir sicher, dass viele dieser Zertifikate jetzt voll stolz zu Hause an der Wand hängen!

Neun unserer elf Mitarbeiter mit ihren Zertifikaten.

Neun unserer elf Mitarbeiter mit ihren Zertifikaten. 3. und 4. von links Sarin und Trainer Sokchea

Alle Teilnehmer zeigen stolz ihre Zertifikate.

Alle Teilnehmer zeigen stolz ihre Zertifikate.

Wir freuen uns, dass wir mit dem von uns angebotenen und von Ihren Spenden ermöglichten Training so vielen Teilnehmern neues und interessantes Wissen für ihre weitere Arbeit in ihren jeweiligen Organisationen mit auf den Weg geben konnten! Ein großer Dank geht an M’lop Tapang für die Bereitstellung des Trainingsraumes sowie natürlich ganz besonders an den engagierten Trainer Sokchea!

Spenden für die Unterstützung unserer Arbeit können auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA, überwiesen werden. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Darf ich vorstellen: Samnang, Theary und Theara aus unseren Englischklassen

Bei meinem diesjährigen Besuch in Steng Hau hatte ich die Gelegenheit, Samnang, Theary und Theara, drei unserer Englischschülerinnen und -schüler, bei sich zu Hause zu besuchen und mich mit ihnen über ihr Leben und ihre Zukunftspläne zu unterhalten.

Samnang

Samnang

Theary

Theary

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Theara

Das erste Gespräch führte ich mit Nath Samnang. Samnang (Nath ist der Familienname, und der steht, anders als bei uns, VOR dem persönlichen Namen) hatte ich bereits 2011 kennen gelernt. Damals wollte ich eigentlich etwas über die Qualität des Unterrichts erfahren und hatte ihn zu dem Zweck besucht. Leider hatte man dem armen Jungen meinen Besuch wohl nur mit dem Worten angekündigt, dass die fremde Ausländerin einmal mit ihm sprechen möchte, so dass er befürchtete, etwas Schreckliches ausgefressen zu haben und nun von mir nach eingehender Befragung vom Unterricht ausgeschlossen zu werden. Er saß wie ein kleines Häuflein Elend vor mir, zitternd und schlotternd vor Angst, und ich hatte keine Ahnung, dass er vor MIR solche Angst hatte! Erst gegen Ende des Gesprächs fragte ich nach und erfuhr es – es tut mir heute noch leid, dass ich ihn damals in diese Situation gebracht habe!

Samnang bei unserem ersten Gespräch 2011

Samnang bei unserem ersten Gespräch 2011

Doch zum Glück ist Samnang inzwischen natürlich älter und verständiger geworden, und außerdem hatte ich ihm extra ausrichten lassen, dass ich mich einfach für seinen Werdegang interessiere, so dass er diesmal zwar noch sehr schüchtern war, aber keine Angst hatte.

Immer noch ein bisschen schüchtern - Samnang während des Gesprächs mit mir

Immer noch ein bisschen schüchtern – Samnang während des Gesprächs mit mir

Samnang hatte 2011 nur für drei oder vier Monate den Englischunterricht besucht und ist jetzt erst seit kurzem wieder dabei. Sein Englisch ist also noch nicht sehr gut, so dass Thet während des Gesprächs übersetzt hat. Ich erfuhr, dass Samnang in die 4. Klasse der öffentlichen Schule geht und abends die Englischklasse unseres Lehrers Tieng Sophap besucht. 

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Neugierige haben sich sofort um uns versammelt – es kommen nicht oft Ausländer nach Steng Hau

Wie alt Samnang genau ist, konnte ich nicht herausfinden – das ist in Kambodscha immer eine etwas schwierige Sache, denn man zählt anders als bei uns, und vor allem weiß fast keiner, in welchem Jahr nach unserer Zählung er geboren wurde. Man weiß nur das chinesische Sternzeichen. Nun, Samnang ist eine Ziege, und zum Glück ist es ja leicht, über das Internet herauszufinden, wann es Jahre der Ziege gab. Das für Samnang in Frage kommende Jahr der Ziege dauerte von Februar 2003 bis Januar 2004. Er ist also 11 oder 12 Jahre alt.

Samnang ist diesmal schon viel selbstbewusster

Schräg hinter Samnang im geblümten Shirt seine Großmutter

Weiter erfuhr ich von Samnang, dass, wie bei so vielen Kindern in Kambodscha, auch bei ihm die Familiensituation nicht einfach ist. Er lebt bei seiner Großmutter im Haus des vor zehn Jahren verstorbenen Großvaters. Seine Mutter lebt irgendwo zusammen mit zwei jüngeren Söhnen, keiner scheint so richtig zu wissen, wo sie lebt. Ab und zu, zum Beispiel zu Khmer Neujahr im April, kommt sie zu Besuch. Samnangs Vater lebt im Norden des Landes in Battambang als Landarbeiter. Auch ihn sieht Samnang nur einmal im Jahr. Samnang hat Glück, im Moment muss er nur zu Hause beim Kochen und Putzen helfen. Er hat jedoch auch schon zeitweilig in einem der vielen Steinbrüche Kambodschas gearbeitet und dort Steine geschleppt. Er möchte einmal Lehrer werden.

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Über die Gespräche mit Theary und Theara werde ich in einem nächsten Post berichten!

Wir bedanken uns für alle bisherigen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung unseres Projekts! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Besuch in Steng Hau im März 2015

Auch in diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, im März nach Kambodscha zu reisen und unser Projekt in Steng Hau zu besuchen. Ich hatte einen jungen Kambodschaner, Kearith, darum gebeten, mich nach Steng Hau zu begleiten und dort Fotos zu machen, so dass ich mich besser auf die Gespräche mit unseren Mitarbeitern konzentrieren konnte. Kearith fühlte sich in unserer Bildungshütte sofort wohl und ließ sich auch gleich mit den Kindern ablichten – alle Kambodschaner lassen sich liebend gern fotografieren, wobei das Victory-Zeichen nie fehlen darf.

Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt.
Kearith, von unseren Kindern begeistert umringt…
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… während sie bei mir zurückhaltender sind.

Die Kinder versammelten sich bei unserer Ankunft sofort im Unterrichtsraum, wo ich ihnen in einer kleinen Ansprache ans Herz legte, weiterhin regelmäßig in die Bildungshütte zu kommen und fleißig zu lernen, was die Kinder auch eifrig versprachen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr die Kinder lernen wollen!

Ab geht’s in den Unterrichtsraum

Eine kleine Ansprache an die Kinder – Thet übersetzt

Thet versteht es in seiner ruhigen Art, die Kinder zu fesseln.

Die Kinder hören gebannt zu
Die Kinder hören gebannt zu
Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.
Unsere Räume haben keine Glasscheiben in den Fenstern und auch keine Fensterläden, daher sind sie alle mit Draht vergittert.

Unsere Bildungskurse werden weiterhin sehr gut angenommen. Neben den Englischklassen findet regelmäßig Brückenunterricht in Khmer für diejenigen Kinder statt, die erst wieder Anschluss an den Unterricht in der öffentlichen Schule finden müssen. Der Computerunterricht wird mittlerweile in zwei Schichten täglich durchgeführt, da so viele Kinder daran Interesse haben. Zudem gehören Gespräche unserer Lehrkräfte und Sozialarbeiterinnen mit den Familien von Steng Hau zum regelmäßigen Programm.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha.

Die Englischklasse unseres neuen Lehrers Khem Sokha findet außerhalb unserer Bildungshütte im Ortsteil Otres statt

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Computerunterricht - der Raum ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen
Computerunterricht – dieser Raum der Bildungshütte ist etwas geräumiger als die anderen, damit die Computer nicht überhitzen

Ganz besonders reges Treiben herrschte während meines Besuchs auf unserem Spielplatz. Dieser ist wirklich schön geworden und in Steng Hau einmalig. Schaukeln und Wippen sind überall in Kambodscha bekannt, aber ein Klettergerüst wie das unsere ist schon etwas ganz Besonderes.

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Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

Unser Klettergerüst ist etwas ganz Besonderes

 

Doch auch ganz einfache Spielgeräte wie der Stamm einer gefällten Palme zum Balancieren oder aufeinander gestapelte Autoreifen werden von den Kindern mit Freude angenommen.

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Ein Turm aus Autoreifen…

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… und rechts die beiden Palmenstämme zum Balancieren

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Mit alten Autoreifen kann man viel machen...

Mit alten Autoreifen kann man äußerst kreativ sein…

Leider haben wir momentan keine Rutsche mehr, denn die alte war so verrostet, dass akute Einsturzgefahr bestand. Nicht nur für eine neue Rutsche sind Eure großzügigen Spenden herzlich willkommen!

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Der Pfosten steht nicht mehr auf dem unteren Teil, sondern ist komplett durchgerostet und zur Seite gerutscht

Vor kurzem konnte auf dem Gelände der Bildungshütte auch endlich ein neu geschaffenes Logo unseres Vereins angebracht werden – auf Englisch und Khmer. So erfahren die Dorfbewohner und internationalen Besucher des Geländes, dass unser Verein diese Hilfe leistet. Da es in Kambodscha keine einheitliche Umschrift des Khmer gibt, wird Steng Hau immer wieder unterschiedlich geschrieben. Ich hatte mich für eine Schreibweise entschieden, die für Deutsche am nächsten an die tatsächliche Aussprache heran kommt.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M'lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Oben rechts unser Logo, links das Logo von M’lop Tapang, der Organisation, unter deren Schirmherrschaft wir in Steng Hau operieren.

Natürlich hatten wir auch eine Besprechung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bis auf zwei alle erschienen waren. Es sind einige neue dabei – unser früherer Projektmanager Chan Sophal, der hauptberuflich Lehrer an der öffentlichen Schule war, und unsere frühere Sozialarbeiterin Chanthy sind, wie so viele Erwachsene der Region, als Fabrikarbeiter nach Korea bzw. Thailand gegangen. Es ist für Kambodscha ein großes Problem, dass qualifizierte Kräfte das Land verlassen. Und auch für diejenigen, die ins Ausland gehen, ist es nicht leicht. Sie waren in der Heimat als Lehrer oder Sozialarbeiter bei allen anerkannt, als Fabrikarbeiter dagegen machen sie die Arbeit, die sonst niemand machen möchte. Und sie vermissen natürlich ihre Familien.

Gespräche vor dem Meeting

Gespräche vor dem Meeting

Rechts Thet, der Initiator und Manage des Projekts

Rechts Thet, der Initiator und Manager des Projekts, links zwei der neuen Mitarbeiter

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Ich hatte jedem unserer Mitarbeiter als kleines Geschenk eine Sonnenbrille aus dem Outlet-Verkauf mitgebracht

Die Mitarbeiter probieren ihre neuen Sonnenbrillen

Jeder probiert und inspiziert seine neue Sonnenbrille

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Gruppenbild nach Abschluss des Meetings

Wir bedanken uns für alle bisherigen Spenden und hoffen auf weitere Unterstützung unseres Projekts! Überweisungen können vorgenommen werden auf das Konto von “Zukunft für Steng Hau e.V.” bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 74418190, BLZ 2007002, IBAN: DE1420070024074418190, BIC: DEUTDEDBHA. Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

Nach einem erfüllten Vormittag in der Bildungshütte geht es zum Mittagessen nach Hause

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Bis zum nächsten Mal!

Computer- und Kleiderspenden aus Belgien

Im August wurde unser Projekt in Steng Hau durch Sachspenden reich beschenkt: Jan, Christel, Linda und Hendrik von „A heart for Cambodia“ in Belgien hatten es geschafft einen ganzen Container voll mit Computern, Kleidung und Schulmöbeln nach Sihanoukville zu schiffen und – gegen einen nicht zu geringen Obulus in Form eines erheblichen Anteils der verschifften Waren – auch durch den Zoll zu bekommen. Auf diese Weise erhielten wir in Steng Hau 10 zwar gebrauchte, aber tip top hergerichtete Computer, bergeweise Kleidung, die an die Kinder verteilt wurde, sowie Schulbänke und –tische. Vielen herzlichen Dank nach Belgien! Nun müssen wir uns in naher Zukunft keine Gedanken darüber machen, dass womöglich der ein oder andere neue Computer angeschafft werden muss, was unser Budget sehr belasten würde.

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Unsere Mitarbeiter kurz vor dem Verteilen der Kleidung

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Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Jan und Linda beim Besuch in Steng Hau, im Hintergrund die mitgebrachten Schulmöbel.

Besucht gern auch meinen Reiseblog: http://kambodschaimpressionen.wordpress.com/

Ein Dankesbrief aus Kambodscha an alle unsere Spender

Vor kurzem bekam ich in Vertretung für alle Freunde und Spender unseres Projekts diesen wunderschönen Brief aus Kambodscha, den ich Euch auf diesem Wege zeigen möchte. Zwar ist der Brief an mich gerichtet, aber natürlich kennen die Kambodschaner auch nur mich. Würden sie Euch kennen, hätten sie den Brief mit Sicherheit an Euch alle gerichtet. Auf jeden Fall sind alle gemeint, die das Projekt unterstützen.Thank you letter_Sabine

Hier die deutsche Übersetzung des Briefes:

Liebe Sabine,

im Namen der Kinder und Familien aus dem Distrikt Steng Hau bedanken wir uns bei Euch für Eure langjährige Großzügigkeit und Unterstützung, insbesondere dafür, dass Ihr die Patenschaft für das Steng-Hau-Projekt übernommen habt. Durch Eure Unterstützung konnten wir unsere Englisch-, Computer- und Khmer Sprachklassen kontinuierlich ausbauen und verbessern.

Im Moment bekommen mehr als 200 Kinder von uns Unterricht in Englisch, Computer und Khmer. All diese Kinder kommen aus sehr armen Familien und hätten andernfalls nur äußerst geringe Chancen auf eine gute Ausbildung. Das Projekt, das von Euch unterstützt wird, ist so wichtig, weil all diese Kinder dadurch lernen, mit einem Computer umzugehen und die englische Sprache zu lesen, zu schreiben und zu sprechen, so dass sie hoffentlich später eine gute Arbeit finden werden.

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Im Namen der Kinder und Mitarbeiter in Steng Hau noch einmal ganz herzlichen Dank für all Eure Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, vielen kambodschanischen Kindern dabei zu helfen, ihre Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen. Wir sind sehr, sehr dankbar für diese Unterstützung und hoffen, auch in Zukunft so gut zusammenzuarbeiten.

Ganz herzliche Grüße

Prom Thet

Projektkoordinator

Wir hoffen also weiterhin auf Eure Unterstützung! Bitte spendet zahlreich auf folgendes Konto:

„Zukunft für Steng Hau e.V.“, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, Deutsche Bank. IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM.

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

http://zukunft-stenghau.org/

Besuch in Steng Hau am 08. März 2014

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Begrüßung auf dem Gelände der Bildungshütte

Bei meinen diesjährigen Besuchen in unserer Bildungshütte und in unseren über den ganzen Distrikt Steng Hau verteilten Englischklassen konnte ich mich einmal mehr davon überzeugen, dass unsere Mitarbeiter hervorragende Arbeit leisten und wir auf unser Projekt wirklich stolz sein können. Das ist nicht zuletzt das Verdienst unseres Projektleiters Thet.

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Thet auf dem von uns gepachteten Stück Land

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Unsere Mitarbeiter

Das Stück Land, auf dem unsere Bildungshütte steht, ist liebevoll gepflegt. Unsere Mitarbeiter haben mit vielen Pflanzen und Blumen ein richtiges kleines Paradies aus diesem ehemals eher einem Tümpel gleichenden Grundstück gemacht. Sogar so etwas wie Gras wächst jetzt auf dem Spielplatz! Das liegt daran, dass ich vor einigen Jahren einmal unseren Nachtwächter ganz entsetzt davon abhielt, jedes Pflänzchen, das sich vorsichtig durch den sandigen Boden gebohrt hatte, in meiner Meinung nach falsch verstandener Ordnungs- und Sauberkeitsliebe heraus zu reißen. Ja, leider wird in Kambodscha jedes Stück Natur, das noch vorhanden ist, als „noch nicht entwickelt“ angesehen. Oft sind die Böden vollständig von jedem Bewuchs befreit, so dass nur noch Staub (in der Trockenzeit) und Matsch (in der Regenzeit) übrig sind. Doch zum Glück verstanden unsere Mitarbeiter meinen Aufschrei und setzten die Botschaft gleich um.

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Auch die inzwischen drei Räume, die wir haben (Klassenraum, Computerraum und Bibliothek) sind liebevoll geschmückt und gepflegt.

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Die älteren Kinder aus den Englischklassen kommen regelmäßig, um dabei zu helfen, das Gundstück sauber zu halten.

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Die jüngeren Kinder kommen sichtlich gern zum Spielen:

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Dank des Einsatzes von Freunden, die wiederum ihre Freunde um Kinderspielzeug für Steng Hau gebeten hatten, war mein wirklich riesiger Koffer auf meinem Hinflug zu 80% voll mit Stofftieren. Die Kinder waren begeistert! Ein großer Dank geht an die Kinder in Deutschland, die sich von ihren Stofftieren trennen konnten!

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Damit nichts verloren geht, werden von den Mitarbeitern am Schluss alle Spielsachen wieder eingesammelt und sorgfältig im Schrank verstaut.

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Natürlich ist der Betrieb der Bildungshütte und der Englisch- und Computerklassen mit einigen Kosten verbunden, weshalb ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich darum bitte, dass die Spendengelder weiterhin fließen mögen! Nur durch Eure / Ihre Spendenbereitschaft ist es möglich, dass unsere Arbeit in gewohnter Qualität weitergeht. Spenden können auf das Konto von „Zukunft für Steng Hau e.V.“ bei der Deutschen Bank, Konto-Nr. 744181900, BLZ 20070024, IBAN: DE14200700240744181900, BIC: DEUTDEDBHAM, überwiesen werden.

Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Aufgrund der Nähe zur See korrodiert das Material schnell
Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Die Rutsche muss dringend erneuert werden.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Auch das Eingangstor bedarf einer Reparatur.

Die oberen drei Fotos zeigen nur einige Beispiele von Dingen, für die dringend in naher Zukunft Geld benötigt wird. Doch auch die laufenden Kosten wie Gehälter, Pacht für das Grundstück, Strom und Wasser wollen gedeckt sein. Außerdem wünschen sich die Kinder neue Bücher für die Bibliothek und eine neue Wippe, die Computerschüler hätten gern einen Internetanschluss, und die Mitarbeiter würden sich über einen Drucker freuen.

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Wir bedanken uns bei allen bisherigen und zukünftigen Spendern!