Erfolg durch Englischunterricht: Niep Sary

Niep Sary, eine unserer früheren Englischschülerinnen, zeigt auf eindrückliche Weise, wie wichtig unsere Arbeit in Steng Hau ist. Sary stammt aus einer armen Familie. Nie hätte sie sich die Gebühren für privaten Englischunterricht leisten können. Doch sie konnte fünf Jahre lang unsere Englischklassen besuchen, unterrichtet nun selbst Englisch und finanziert sich mit dem Unterrichten ihr Universitätsstudium. Solche Geschichten beflügeln und bestätigen uns, dass wir mit Euren Spenden das Richtige tun! Aber hört Sary selbst:

Und natürlich durfte auch dieses Jahr bei meinem Besuch in Steng Hau eine Stippvisite in mehreren der Englischklassen, die teilweise recht weit auseinander liegen, nicht fehlen.

Die Schülerinnen und Schüler sind eifrig dabei.

Jedes Kind musste einmal vorlesen, was auf der Tafel in Englisch und in Khmer geschrieben stand.

Vielen Dank allen Spendern, die den Englischunterricht ermöglichen!

Damit wir auch in Zukunft den Englischunterricht in Steng Hau finanzieren können, bitten wir weiterhin um Eure Spenden an:

“Zukunft für Steng Hau e.V.”
Deutsche Bank
IBAN: DE14 2007 0024 0744 1819 00, BIC: DEUTDEDBHAM
Spenden sind von der Steuer absetzbar.

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Besuch in der Bildungshütte im Mai 2018

Während meines diesjährigen Besuchs in Kambodscha im Mai besuchte ich selbstverständlich auch mehrmals unsere Bildungshütte, um mich von der Qualität der Arbeit dort zu überzeugen und darüber berichten zu können.

Der Eingang zum Gelände unserer Bildungshütte

Der Klassenraum ist mit den Buchstaben des Khmer Alphabets schön geschmückt

Wie immer hatte ich einiges an Kuscheltieren, Puzzles und anderem Spielzeug dabei, das mir im Laufe des Jahres in Deutschland für unsere Kinder in Steng Hau gegeben wurde. Die Kinder freuen sich immer riesig und beginnen sofort, aufs Kreativste damit zu spielen.

Die Kinder umringen den Koffer mit den mitgebrachten Sachen.

Welches Kind baut nicht gern mit Bauklötzen?

Die Puzzles hatte ich zwar schon voriges Jahr mitgebracht, aber sie waren noch völlig unbenutzt, da auch für unsere Mitarbeiter völliges Neuland.

Stolz zeigen die Kinder das fertige Puzzle.

Leider ist unser Spielplatz inzwischen unbedingt reparaturbedürftig. Die Kinder spielen mangels Alternativen trotzdem dort, aber wir benötigen dringend die finanziellen Mittel, ihn reparieren zu lassen!

Bei der Wippe fehlt ein Sitz, und auch das Klettergerüst ist recht abgerissen.

Dringend benötigt: eine neue Schaukel!

Das Klettergerüst, notdürftig geflickt.

Die Kinder spielen trotz des fehlenden gegenüberliegenden Sitzes weiter.

All diese Kinder freuen sich über das von uns bereitgestellte Angebot:

Nach getaner Arbeit fährt unsere Sozialarbeiterin Chanthy mit ihrer Enkelin und ihrem Neffen, die beide auch die Bildungshütte besuchen, nach Hause.

Damit wir den Kindern in Steng Hau weiterhin einen schönen und sicheren Raum zum Spielen und Lernen bieten können, bitten wir weiterhin um Eure Spenden an:

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Mitarbeiter-Ausflug zum Kbal Chhay Wasserfall

Unser inzwischen schon zur Tradition gewordener jährlicher Ausflug, den unsere Mitarbeiter sich redlich verdient haben, führte am 12. Mai zum Wasserfall Kbal Chhay, 16 Kilometer nördlich von Sihanoukville. Während unsere Mitarbeiter mit ihren Motorrädern aus Steng Hau heranfuhren, kam ich zusammen mit meinem früheren Mitarbeiter am Goodwill Center, Sokheang, mit dem Tuk-Tuk aus Sihanoukville.

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Sitah war schon früher immer mal wieder mein Tuk-Tuk-Fahrer

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Sokheang und ich im Tuk-Tuk

Um den viel befahrenen Highway Nr. 4 so weit wie möglich zu vermeiden, fuhr Sitah zunächst die staubigste Straße, die man sich denken kann, aus Sihanoukville hinaus. Ich kenne die Straße noch aus Zeiten, in denen nur auf den ersten paar hundert Metern überhaupt Häuser standen und es so gut wie gar keinen Verkehr gab, doch inzwischen wird die Straße – seit Monaten – zweispurig in beide Richtungen ausgebaut. Der Verkehr geht dabei einfach weiter, die Anwohner werden täglich in Staub gehüllt. Noch ist ein Ende der Bauarbeiten nicht abzusehen.

Vor den Toren der Stadt haben wir einen guten Blick über Sihanoukville, der die vielen Hochhausbauten zeigt.

Blick über Sihanoukville

Die letzten neun Kilometer zum Wasserfall führen über eine unbefestigte Straße mit dem für diese Gegen typischen roten Boden. Sitah muss sich ziemlich konzentrieren, um den vielen Schlaglöchern auszuweichen oder das Tuk-Tuk heil hindurchzubekommen, zumal durch nächtlichen Regen auch noch alles schlammig ist.

Neun Kilometer Staub- oder Schlammstraße führen zum Wasserfall.

Auf dem Weg zum Wasserfall kommen wir an diesem See vorbei.

Am Eingang zum Wasserfallgebiet lässt Sitah uns aussteigen. Er wird mit seinem Tuk-Tuk irgendwo im Schatten auf uns warten und sich an einem der vielen Stände eine Nudelsuppe zum Mittagessen gönnen.

Im Eingangsbereich zum Wasserfall

Eine kleine Brücke, die von Fußgängern und Motorrädern benutzt wird, führt über den Fluss zu den Wasserfällen. Das Überqueren der Brücke kostet pro Person 1.000 Riel, das sind umgerechnet 25 US-Cent.

Die Mitarbeiter aus Steng Hau sind bereits da. Sie haben einen der Picknickplätze für uns alle reserviert und Essen bestellt, so dass es als erstes ein gutes Mittagessen gibt. Dabei darf Bier mit viel Eis, das aus Plastikbechern mit dem Strohhalm getrunken wird, nicht fehlen.

Auf uns wartet ein reichhaltiges Mittagessen.

In Kambodscha wird meistens der ganze Vogel serviert. Der Kopf und die Füße gelten als besondere Leckerbissen…

Zwar trinke ich gar kein Bier, aber ein Foto vom Bier mit viel Eis und durch den Strohhalm getrunken darf nicht fehlen.

Nach dem Essen geht’s ins Wasser. Drei Wasserquellen fließen an dieser Ausflugsstelle zusammen, die die verschiedensten Möglichkeiten des Badens bieten: kühl oder eher warm, still oder bewegt oder sogar wie unter einer Massagedusche. Das meiste davon wäre wahrscheinlich in Deutschland verboten, da viel zu gefährlich…

An dieser Stelle ist das Wasser still, aber recht kühl.

An dieser Stelle kann man entweder gemütlich mitten im Wasserfall meditieren oder sich von den herabfallenden Wassermassen massieren lassen.

Und hier schließlich ist das Wasser angenehm warm, aber man muss aufpassen, nicht in die Tiefe gerissen zu werden.

Nach dem ausgiebigen Baden sind wir alle müde und halten eine kleine Mittagsruhe, bevor es wieder zurück geht. Es war ein richtig schöner Tag, an dem neben dem guten Essen und dem Baden auch viel gelacht und gescherzt wurde.

Ein schöner Tag geht zu Ende.

Damit wir auch in Zukunft in Steng Hau helfen können, bitten wir weiterhin um Eure Spenden an:

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Reis und Fischsoße für die Ärmsten der Armen in Steng Hau

Ende August bekam unser Projekt eine Spende in Form von Naturalien: Ihre Exzellenz Lady Brak Chansokha, Vorsitzende der Frauenvereinigung der Provinz Sihanoukville, die unsere Arbeit beim Fest zum 10-jährigen Bestehen der Bildungshütte im April kennengelernt hatte, spendete mehrere Säcke Reis, flaschenweise Fischsoße und Speiseöl sowie Konservendosen.

Ganz links Lady Brak Chansokha, die Spenderin, am Eingang zur Bildungshütte, zusammen mit mir, einem Village-Chief und unserem Projektleiter Thet.

17 Familien wurden von unseren Sozialarbeiterinnen Srey Leak und Lida als besonders bedürftig eingestuft, und jeweils ein Vertreter der Familie, meistens Mutter oder Großmutter, wurde zur Übergabe der Spenden in die Bildungshütte eingeladen. Jedes Spendengebinde bestand aus 25 kg Reis, sechs Fischkonserven, Seife, zwei Flaschen Bratöl, zwei Flaschen Fischsoße und 50.000 Riel (das entspricht 12,50 US-Dollar).

Thet und Chan Sophal mit den Vertreterinnen der 17 Familien, die als besonders bedürftig eingestuft wurden.

Die Bedürftigkeit ist den Frauen deutlich anzusehen.

Damit wir weiterhin besonders den Kindern in Steng Hau helfen können, sich und ihre Kinder später einmal gut versorgen zu können, bitten wir weiterhin um Eure Spenden an:

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Regenzeit in Steng Hau

Bereits im April kamen die ersten Regen in diesem Jahr, und im Nu ist das gesamte Geländer der Bildungshütte in einen See verwandelt.DSC02315

Ein Glück, dass wir uns vor fünf Jahren entschlossen hatten, eine überdachte Spielfläche zu bauen! Sie wird intensiv genutzt.

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Die meisten Wege in Steng Hau sind noch nicht asphaltiert, auch der Weg vor der Bildungshütte nicht. So ist es in der Regenzeit oft richtig schwer, überhaupt zu uns zu gelangen.

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Zum Glück hat unser Manager vor Ort, Chan Sophal, einen Arbeitseinsatz organisiert, bei dem alle unsere männlichen Mitarbeiter kräftig mit anpackten. Die Gräben neben dem Weg wurden von überwucherndem Unkraut befreit.

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Nachdem diese Arbeit getan war, wurden mehrere Ladungen Sand auf den Weg geschüttet – für die Kinder ein Fest, und für alle ist der Zugang zur Bildungshütte nun wieder leichter geworden.

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Leider kam im Juli zum Regen noch ein heftiger Sturm hinzu, der mehrere Palmwedel herunterriss und auf das Dach des Toilettenhäuschens sowie das Vordach der Bildungshütte schleuderte – beides wurde ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und musste repariert werden.

Bitte unterstützt uns weiterhin mit Euren Spenden, damit auch Reparaturarbeiten wie diese weiterhin durchgeführt werden können!

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Feierliches Familientreffen in Steng Hau

Am 20. April 2017 fand anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens auf dem Gelände der Bildungshütte ein kleiner Festakt statt, zu dem sowohl einige Honoratioren von Steng Hau als auch einhundert Familien der Kinder, die die Bildungshütte regelmäßig besuchen, geladen waren – für mehr Familien mit Kindern war einfach kein Platz.

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Wie man sieht, ist man unserer Einladung zahlreich gefolgt. Die Räume unserer Bildungshütte sind für ein so großes Ereignis viel zu klein, aus diesem Grund waren große Zelte gemietet worden, wie es sonst für Hochzeiten üblich ist.

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Fotos des verstorbenen Königs Sihanouk und seiner Frau sowie des jetzigen Königs Sihamoni dürfen bei so einem Ereignis nicht fehlen.

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Unsere Mitarbeiterinnen Lida und Srey Mao begrüßten die ankommenden Gäste gleich am Eingangstor.

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Direkt neben dem Eingang hatte sich ein geschäftstüchtiger Eisverkäufer positioniert, der für wenige Riel (die einheimische Währung) sein Eis verkaufte. Seinen kleinen geistig behinderten Sohn hat er bei der Arbeit immer dabei, denn außer unserer Bildungshütte gibt es im ganzen Distrikt Steng Hau keinen Kindergarten und erst recht keine Krippe.

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Die eingeladenen Honoratioren (mehrere Village Chiefs, die Vorsitzende des Frauenverbandes der Provinz Sihanoukville sowie die Vize-Gouverneurin des Distrikts Steng Hau) bekamen Ehrenplätze auf der kunstvoll mit Stoff drapierten überdachten Spielfläche, die ja etwas erhöht ist und daher wie eine Bühne wirkte. 

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Rechts von mir unser Projektleiter Thet, links von mir Ihre Exzellenz Lady Brak Chansokha, Vorsitzende der Frauenvereinigung, sowie Ms. Chhun Nary, Vize-Gouverneurin von Steng Hau

Wie immer bei solchen Ereignissen wurden mehrere Reden gehalten, unter anderem auch von einem unserer früheren Englischschüler, der inzwischen Lehrer an der öffentlichen Schule in Steng Hau geworden ist. 

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Die Highlights der Feierlichkeit waren aber die Akrobatik- und Clowneinlagen sowie die Tanzvorführung der Zirkus- und der Tanzgruppe von M’lop Tapang, unter deren Schirmherrschaft unser Projekt ja steht.

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Hier ein Video der Tanzvorführung – einfach auf den Pfeil klicken:

Und hier ein Video der Clown- und Akrobatikeinlage:

Am Ende des offiziellen Teils der Feier bekamen die besten Englischschüler Schultaschen mit Schulmaterialien, die Computerschüler ein Zertifikat und ich als Repräsentantin für alle unsere Spender und Spenderinnen einen wunderschönen Blumenstrauß.

Schultaschen mit Schulmaterialien für die besten Englischschüler, überreicht von Ihrer Exzellenz Lady Brak Chansikha, Vorsitzende des Frauenverbandes Sihanoukville

Computerzertifikate, überreicht von Ms. Chhun Nary, Vize-Gouverneurin in Steng Hau

Ein Blumenstrauß als Anerkennung für unsere Arbeit in Steng Hau

Ohne Zweifel waren die Eltern und Kinder stolz darauf, dass extra für sie im abgelegenen Steng Hau so eine besondere Veranstaltung mit so vielen illustren Gästen und hochkarätigen Vorführungen geboten wurde und sie selbst dadurch Wertschätzung erfuhren.

Bitte unterstützt weiterhin unsere Arbeit in Steng Hau mit Euren Spenden auf das Konto von 

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Mitarbeiter-Ausflug nach Angkor Wat 6.-9. April 2017

Der Stolz aller Kambodschaner sind die Tempel von Angkor, und hier besonders das weltberühmte Angkor Wat mit seinen fünf Türmen sowie Bayon mit den Gesichtern des Bodhisattva Lokheshvara. Jeder Kambodschaner wünscht sich, wenigstens einmal im Leben in Angkor gewesen zu sein, aber die wenigsten haben dazu die Möglichkeit.

Die weltberühmten Türme von Angkor Wat, Weltkulturerbe und größter Sakralbau der Welt

Vorne die Gesichter unserer Mitarbeiter von Steng Hau, im Hintergrund die Gesichter von Bayon

Das zehnjährige Bestehen unseres Projektes in Steng Hau war für uns Anlass, unseren Mitarbeitern den langersehnten Ausflug zu den Heiligtümern der Angkor-Zeit zu ermöglichen: Zukunft für Steng Hau e.V. übernahm einen Teil der Kosten für Reise und Verpflegung, ein Teil wurde von den Mitarbeitern selbst getragen. Am 6. April 2017 morgens um 6 ging für unsere Mitarbeiter die 11-stündige Fahrt im Minibus von Steng Hau aus los, während ich direkt nach Siem Reap, der nächstgelegenen Stadt, flog, um mich mit den Mitarbeitern zum Abendessen im Gästehaus zu treffen.

Im Bus Richtung Angkor

Doch dann die große Überraschung: 16 Gesichter strahlten mir entgegen, als ich am Flughafen aus der Sperre kam! Alle unsere Mitarbeiter waren trotz der anstrengenden Fahrt, die sie hinter sich hatten, gekommen, um mich abzuholen.

Das Empfangskommittee am Flughafen

Gut gelaunt ging es nun zum Abendessen in ein typisches Khmer-Restaurant: Einige schwere runde Tropenholztische mit unbequemen Stühlen sowie viele wacklige und rostige Klapptische mit Plastikstühlen davor stehen in einem halb offenen Raum auf blankem Beton und wirken auf den westlichen Besucher alles andere als einladend. Aber dies ist ja nun eine Khmer-Veranstaltung…

Das für unseren Geschmack wenig einladende Restaurant

Am nächsten Morgen um 7 ging es los zu den Tempeln. Aus Vorfreude auf den Ausflug hatten sich unsere drei Mitarbeiterinnen bereits vier Wochen zuvor extra schöne Kleider gekauft, um die Tempel angemessen gekleidet zu betreten.

Srey Leak, Lida und Srey Mao in ihren extra für Angkor Wat gekauften Kleidern.

Doch zum Glück hängen genau diese Kleider in den verschiedensten Farben zurzeit an jedem Verkaufsstand, so dass auch ich und die beiden mitreisenden Ehefrauen schnell noch welche besorgen konnten und uns beim Besichtigen von Angkor Wat und Angkor Tom mit dem Bayon nicht zu verstecken brauchten:

Allerdings war das lange Kleid nicht immer sehr praktisch, wie man auf dem nächsten Foto bei meinem Abstieg von Wat Ta Keo sieht. Deutsche Sicherheitsvorschriften gelten hier definitiv nicht. Man wundert sich, dass man die steilen, ausgewaschenen Stufen, an deren Seite es kein Geländer gibt, überhaupt hinauf darf, aber noch mehr wundert man sich, dass man dies nicht in praktischen kurzen Hosen, wohl aber im Kleid, das den Auf- und Abstieg erheblich erschwert, ja sogar noch gefährlicher macht, als er ohnehin schon ist, darf.

Gefährlicher Abstieg. Lida musste, weil sie an diesem Tag kurze Hosen trug, unten warten.

Ein besonderes Highlight unter den Tempeln ist Banteay Srei mit seinen filigranen Steinmetzarbeiten.

Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

Wie man es bisher ja hauptsächlich von den Japanern kannte, so sind auch die Kambodschaner ganz wild darauf, Fotos von sich selbst an jeder ihrer Meinung nach passenden Stelle zu machen – und diese befinden sich alle paar Meter überall.

Selfie-Time vor Phnom Bakheng

Selfie-Time auf einer der 809 Stufen von Phnom Santuk

Viele Kambodschaner müssen ja sehr hart körperlich arbeiten. Diejenigen, die das nicht müssen, kennen dagegen so gut wie keine sportliche Betätigung. Dafür haben sich alle unsere Mitarbeiter aber bei den anstrengenden Wegen durch die Tempelanlagen und die Treppen von Tempeln und Bergen hinauf und hinunter in der Hitze (35 Grad, gefühlte 38 Grad, 70% Luftfeuchtigkeit) wirklich gut gehalten!

Erschöpft machen wir auf den Stufen von Phnom Santuk Rast

Serei Kot auf den Stufen von Phnom Santuk

Während der zwei Tage in Angkor wurde das Mittagessen einmal an verschiedenen Ständen gekauft und dann als Picknick beim Wasserfall von Phnom Kulen eingenommen, ein anderes Mal aßen wir in einem der vielen kleinen Restaurants, die um die Tempel herum eröffnet haben.

Hier wird unser Mittagessen ausgesucht

Picknick am Wasserfall von Phnom Kulen

Glücklicherweise hat Thet meinetwegen auch immer eine Portion gebratenes Gemüse bestellt – die Kambodschaner essen Berge von einfach nur weißem Reis mit ein wenig gebratenem Fisch oder gegrilltem Fleisch dazu. Über den Gebrauch von Plastik und Styropor macht sich keiner Gedanken…

Erfrischung am Wasserfall von Phnom Kulen

Ein weiteres Highlight der vollgepackten zwei Tage waren die Tanz- und Akrobatik-Vorführungen im Cambodian Cultural Village.

Cambodian Cultural Village

Cambodian Cultural Village

Auf der Rückfahrt nach Steng Hau dann halten wir in der Stadt Skuon, berühmt für ihre Delikatesse: gebratene Taranteln. Unsere Mitarbeiter decken sich für die Weiterfahrt jedoch hauptsächlich mit ebenfalls gebratenen Maden und Zikaden ein.

Die berühmten gebratenen Taranteln der Stadt Skuon

Zikaden

… und noch ein paar Maden

Lida testet die gebratenen Spezialitäten

Die Stimmung im Bus ist gut, und es wird auf der Fahrt kräftig gesungen:

Insgesamt waren es gelungene Tage, die den Horizont unserer Mitarbeiter erweitert, ihnen ein Bewusstsein für die Schönheit ihres Landes und seine Kultur vermittelt und den Teamgeist gestärkt haben. Der Ausflug wird allen noch lange in Erinnerung sein.

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10 Jahre Hilfe in Steng Hau

Unglaubliche 10 Jahre sind wir nun schon in Steng Hau aktiv. Es fing alles ganz klein an: Im Juli 2006 wurde Sabine von Thet, unserem mittlerweile langjährigen Projektleiter, gefragt, ob sie bereit wäre zu helfen, eine Englischklasse in seinem Heimatdistrikt Steng Hau zu finanzieren. Dafür wären nur 70 USD monatlich nötig – 50 für einen Lehrer, 10 für einen Raum und weitere 10 für Unterrichtsmaterialien. Thet nahm Sabine mit nach Steng Hau, zeigte ihr die einzelnen Dörfer, es wurde mit den Schulleitern von Grund- und weiterführender Schule sowie verschiedenen Village-Chiefs gesprochen, und alle waren von dem Vorhaben begeistert.

Thet, Sabine, ein Schulleiter und der District Chief von Steng Hau bei Sabines erstem Besuch im Juli 2006

Thet, Sabine, ein Schulleiter und der District Chief von Steng Hau bei Sabines erstem Besuch im Juli 2006

In einer E-Mail an Freunde und Verwandte bat Sabine um Unterstützung für das Projekt. Innerhalb weniger Tage kamen viele zustimmende Antworten, so dass Sabine, bevor sie von ihrer Jahresreise zurück nach Deutschland aufbrach, umgerechnet 560 USD im Safe unserer „Mutterorganisation“ M’lop Tapang lassen konnte und der geplante Englischunterricht für acht Monate gesichert war. Am 1. September 2006 nahm unser erster Lehrer, Sovannara, den Unterricht mit fast 40 Kindern unter einem der Stelzenhäuser in Steng Hau auf.

Die erste Englischklasse mit Vannara als Lehrer.

Die erste Englischklasse mit Vannara als Lehrer.

Seitdem hat sich viel getan. Schon bald nach der ersten startete aufgrund der großen Nachfrage eine zweite Englischklasse.

Ron unterrichtete die kurze Zeit später beginnende zweite Englischklasse.

Ron unterrichtete die kurze Zeit später beginnende zweite Englischklasse.

Im Janur 2007 haben wir den Verein „Zukunft für Steng Hau e.V.“ gegründet, so dass Spendengelder nun von der Steuer absetzbar wurden. Weitere Englischklassen folgten – inzwischen finanzieren wir sieben Englischklassen. Seit 2008 haben wir Land gepachtet und im gleichen Jahr unsere Bildungshütte gebaut, wir haben zwei Sozialarbeiterinnen in Vollzeit eingestellt, und es gibt Computerunterrricht – aus der einen Englischklasse ist dank Eurer Unterstützung ein beachtliches Projekt geworden, auf das wir stolz sein können.

Unterzeichnung des Pachtvertrages für das Land, auf dem unsere Bildungshütte gebaut wurde. Thet, ein Village Chief und der Landbesitzer unterzeichnen jeweils mit Unterschrift und Fingerabdruck.

Unterzeichnung des Pachtvertrages für das Land, auf dem unsere Bildungshütte gebaut wurde. Thet, ein Village Chief und der Landbesitzer unterzeichnen jeweils mit Unterschrift und Fingerabdruck.

Der Rohbau der Bildungshütte. Am Wochenende helfen die älteren Englischschüler mit.

Der Rohbau der Bildungshütte. Am Wochenende helfen die älteren Englischschüler mit.

Kurz nach Beginn unserer Arbeit in Steng Hau finanzieren wir bereits 7 Englischklassen. Sechs unserer Lehrer von links nach rechts: Sophal, Srey Mao, Serey Kot, Sovannara, Projektleiter Thet, Bol Phalla, Ron.

Kurz nach Beginn unserer Arbeit in Steng Hau finanzieren wir bereits 7 Englischklassen. Sechs unserer Lehrer von links nach rechts: Sophal, Srey Mao, Serey Kot, Sovannara, Projektleiter Thet, Bol Phalla, Ron.

In diesem Jahr waren zum ersten Mal größere Reparaturarbeiten an der Bildungshütte notwendig. Das Dach war an vielen Stellen undicht, und einige Löcher in den Wänden waren zu flicken. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen.

Das Dach der Bildungshütte wird repariert.

Das Dach der Bildungshütte wird repariert.

Auch einige Löcher in den Wänden waren zu flicken.

Auch einige Löcher in den Wänden waren zu flicken.

Auch an den Computern sind immer wieder Wartungsarbeiten nötig – zum Glück können wir hierfür auf den Computerexperten Buntha von M’lop Tapang zurückgreifen, der immer weiß, ob man ein Gerät noch reparieren kann und wo man gegebenenfalls Ersatzteile bekommt.

Dieser Computer muss dringend repariert werden.

Ein reparaturbedürftiger Computer

Unsere Sozialarbeiterinnen leisten vielfältige Arbeit: Sie geben unseren Kindern Khmer-Unterricht, damit diese entweder in der Schule den Anschluss nicht verlieren oder ihn nach längerer Abwesenheit wieder erlangen. Auch besuchen sie die Familien, in denen viele Eltern weder lesen noch schreiben und somit ihren Kindern keine Hilfe sein können, und versuchen sie von der Wichtigkeit eines Schulbesuches der Kinder zu überzeugen. Darüber hinaus leiten unsere Sozialarbeiterinnen die Kinder beim Spielen und kreativen Gestalten an – etwas, das in der öffentlichen Schule so gut wie gar nicht existiert.

Sozialarbeiterin Lida

Sozialarbeiterin Lida

Die beiden Sozialarbeiterinnen Srey Leak und Lida beim kreativen Gestalten mit den Kindern.

Die beiden Sozialarbeiterinnen Srey Leak und Lida beim kreativen Gestalten mit den Kindern.

Die fertigen Muffins

Die fertigen Muffins

All die genannten Aktivitäten kosten Geld, und deshalb bitten wir wie immer an dieser Stelle weiterhin um Ihre/Eure Spenden an:

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Besuch in Steng Hau im März 2016

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Hinter dieser Blütenpracht befindet sich, fast versteckt inzwischen, unsere Bildungshütte.

Eine gute Nachricht: Der Pachtvertrag für das Land, auf dem unsere Bildungshütte steht, konnte für weitere 3 Jahre verlängert werden – darüber sind wir enorm erleichtert! Zwar wurde die Pacht von monatlich 50 auf 60 US Dollar erhöht, aber bei den derzeit explodierenden Grundstückspreisen in Kambodscha, durch die es der eine oder andere Landbesitzer über Nacht zu unerwartetem Reichtum gebracht hat, hätte es gut sein können, dass auch unser Verpächter sich zum Verkauf entschließt. Das wäre jammerschade gewesen – unser Gelände ist inzwischen so schön geworden!

Diese prachtvolle Bougainvillea steht am Eingangstor zu unserer Bildungshütte.

Diese prachtvolle Bougainvillea steht am Eingangstor zu unserer Bildungshütte.

Bei meinem diesjährigen Besuch in Kambodscha konnte ich wieder einiges an Spielzeug nach Steng Hau bringen – die Kinder begannen sofort zu spielen und wollten die Kuscheltiere am Ende des Tages gar nicht wieder zurückgeben.

Einen ganzen Berg Kuscheltiere konnte ich mitbringen!

Einen ganzen Berg Kuscheltiere konnte ich mitbringen!

Thet, unser Projektleiter, stellt während der Mittagspause einem neugierigen Jungen die Kkuscheltiere vor.

Thet, unser Projektleiter, stellt während der Mittagspause die Kuscheltiere diesem Jungen vor, der es gar nicht bis zu den Nachmittagsöffnungszeiten erwarten kann.

Und schon sind sie zu den Lieblingen der Kinder geworden!

Und schon sind sie zu den Lieblingen der Kinder geworden!

Auch ein Spielfernglas und ein Kaleidoskop waren unter den mitgebrachten Sachen.

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Viele der Kinder scheinen durch unsere kleine Bibliothek zu richtigen Leseratten zu werden.

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Ein Meeting mit all unseren Mitarbeitern ist bei meinen Besuchen in Steng Hau natürlich obligatorisch. Dabei wird allen Mitarbeitern die Gelegenheit gegeben, sich zu äußern und Fragen zu stellen.

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Zuvor hatte unser Nachtwächter Chiv Sarith schnell mal eben für jeden eine Kokosnuss von unserer eigenen Palme geholt.

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Im Anschluss an das diesjährige Meeting zeigte ich den Mitarbeitern über den Bildschirm eines unserer Computer Fotos von Deutschland, angefangen mit den zerbombten Städten und den Trümmerfrauen nach dem Krieg bis zur heutigen Zeit des Wohlstands und Überflusses. Mein Ziel war es, den Mitarbeitern Mut zu machen, weiter am Aufbau ihres Landes mitzuarbeiten, und ihnen mit Hilfe der Fotos zu zeigen, dass auch der Westen nicht immer reich war, sondern sich den Reichtum erschaffen hat. Und das kann Kambodscha auch!

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Die Mitarbeiter sahen sich die Fotos gebannt an und stellten viele interessierte Fragen. Für sie ist es doch eine ganz andere Welt!

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Den Abschluss meines Besuches bildete die Stippvisite in mehreren unserer Englischklassen. Das Mädchen im rosa Pyjama singt mir gerade ein kambodschanisches Lied vor!

Viel zu schnell ging meine Zeit in Kambodscha und in Steng Hau (was übrigens in Kambodscha meistens Steung Hav umschrieben wird) vorbei, und es hieß wieder Abschied nehmen!

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Ausflug zum Kbal-Chhay-Wasserfall

Anfang Dezember war für viele der Kinder unserer Bildungshütte ein großer Tag: Sie durften mit auf einen Ausflug zum Kbal-Chhay-Wasserfall. 35 Kinder kletterten auf die Ladefläche eines Lastwagens, und los ging die Fahrt, begleitet von unseren beiden Sozialarbeiterinnen Lida und Srey Leak und dem Team vom M’lop Tapang Bücherbus. Wie man auf den Fotos sieht, konnten die Kinder vom Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall herum gar nicht genug bekommen.

Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall.

Plantschen in den seichten Gewässern um den Wasserfall.

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Zur Stärkung gab es für jeden eine Portion Reis mit Fisch sowie ein buntes süßes Getränk mit viel Eis – das Wasser beim Wasserfall bietet zwar ein wenig Erfrischung, ist aber, verglichen mit Wasserfällen oder Flussläufen in unseren Breitengraden, lauwarm, während die Lufttemperatur an die 30 Grad beträgt.

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Eine Portion Reis mit Fisch für jedes Kind.

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Auch ein angebrütetes Ei darf nicht fehlen…

Um den Wasserfall herum sind überall diese für Kambodscha typischen Picknickplätze aufgebaut, überdacht und mit Bast- und vor allem Hängematten ausgestattet, in denen man sein Schläfchen halten kann. Dazu waren die Kinder allerdings zu aufgekratzt.

Unsere Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter vom M'lop Tapang Bücherbus (in den roten Shirts) sorgen dafür, dass alle Kinder versorgt sind.

Unsere Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter vom M’lop Tapang Bücherbus (in den roten Shirts) sorgen dafür, dass alle Kinder versorgt sind.

Sozialarbeiterin Lida mit einigen der Mädchen.

Sozialarbeiterin Lida mit einigen der Mädchen.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Glücklich und voller neuer Erfahrungen fuhren die Kinder am Nachmittag wieder nach Steng Hau zurück.

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Damit wir auch weiterhin den Kindern von Steng Hau auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützend zur Seite stehen können, bitten wir um Ihre/Eure Spenden auf das Konto von

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